Fertiggericht als Ausnahme für Kinder unkritisch

Heilpraxisnet

Hin und wieder sind Fertiggericht für Kinder erlaubt

23.12.2014

Gelegentlich greifen die meisten Eltern bei der Ernährung ihrer Kinder auf Fertiggericht zurück. Solange dies nicht Überhand nimmt, ist hiergegen nur wenig einzuwenden. Allerdings sollten die Fertigprodukte idealerweise mit frischem Gemüse aufgewertet und aufgrund des hohen Salzgehaltes ein wenig verdünnt werden, erläutert der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI).

„Wenn es ganz schnell gehen muss, greifen auch Eltern zu vermeintlich kindgerechten Fertigprodukten“, so die Mitteilung des VKI. Der Verein hat daher stellvertretend verschiedene gängige Fertigprodukte auf ihren Kochsalz-, Zucker- und Fettgehalt sowie die Lebensmittelkennzeichnung getestet. Unter den Fertiggerichten fanden sich vor allem spezielle Kinderlebensmittel wie die „Prinzessinnen Suppe“ von Maggi, die „Schlumpf Suppe“ von Knorr, der „Piratenschatz – panierte Fischfiguren“ von Tiko oder die Backerbsen „Bakki’s for Kids“ von Land-Leben. Obwohl die Produkte insbesondere in Bezug auf den Salz- und Fettgehalt mitunter durchaus kritisch bewertet wurden, ist gegen eine gelegentlich Verwendung nach Einschätzung der Experten wenig einzuwenden.

Kindersuppe mit hohem Salzgehalt
In Bezug auf die speziellen Kindersuppen berichtet der VKI, dass sowohl die Schlumpf-Suppe als auch die Prinzessinnen-Suppe ohne Konservierungsmittel und ohne Farbstoffe auskamen. Allerdings seien in beiden Produkten Glutamat (Hefeextrakt), Aromastoffe, Zucker und Maltodextrin enthalten gewesen. Der Kaloriengehalt hielt sich zwar im Rahmen. Jedoch wiesen sie Suppen immer noch einen zu hohen Salzgehalt auf, obwohl dieser bereits um 20 bis 30 Prozent unter jenem anderer angebotener Buchstabensuppen der selben Firmen lag, berichtet die „Kleine Zeitung“ unter Berufung auf die Untersuchungsergebnisse des VKI. Die Kindersuppe sei nach Auffassung der Tester zu salzig gewesen, weshalb diese eine Verdünnung mit Wasser empfehlen und darauf hinweisen, dass die Fertigsuppen nur selten serviert werden sollten. Auch könne die Suppe mit etwas frisch geschnittenem Gemüse aufgewertet werden.

Ketchup enthält viel Zucker
Bei den Backerbsen, die in der Regel als Suppeneinlage verwendet werden, stellten die Tester einen relativ hohen Fettgehalt fest. Die mit Gemüsepulver kindgerecht rot, grün und gelb eingefärbten Backerbsen bestanden laut Angaben der „Kleinen Zeitung“ zu mehr als einem Drittel aus Fett, weshalb die Verbraucherschützer empfehlen, deren Anteil in der Suppe zu reduzieren und gegebenenfalls mit mehr Gemüse zu ersetzen. Bei dem getesteten Ketchup von McDonald’s und der Firma Heinz bemängeln die Verbraucherschützer vor allem den hohen Zuckergehalt. Hinter den Tomaten sei der Zucker bei beiden Produkten auf dem zweiten Platz der Zutatenliste zu finden. Des Weiteren habe der Ketchup einen relativ hohen Salzgehalt aufgewiesen. Zwar konnte der Heinz-Ketchup in Bezug auf Zucker-, Salz- und Fettgehalt besser abschneiden, als der „McDonald’s: Tomato Ketchup“, doch als gesunde Lebensmittel gehen beide Produkte keinesfalls durch. Oft haben allerdings gesunde Speisen wie „ein selbst zubereiteter gesunder Gemüsestrudel beim Nachwuchs nur dann eine Chance, wenn es Ketchup dazu gibt“, berichtet der VKI.

Panierter Fisch mit wertvollem Eiweiß
Bei dem panierten Fisch ist zwar ein erhöhter Salz- und Fettgehalt festzustellen, doch enthält dieser auch wertvolles Eiweiß, so die Mitteilung der „Kleinen Zeitung“. Daher sei fertig panierter Fisch für Kinder, die Fisch pur vehement ablehnen, durchaus eine Alternative. „Dann lieber mehr Fett in Kauf nehmen, als gar keinen Fisch auf den Tisch bringen“, zitiert die „Kleine Zeitung“ die Aussage der VKI-Tester. Diese empfehlen hier allerdings angesichts des hohen Fettgehalts eher eine Zubereitung im Backrohr als in der Pfanne. Zu den Fertiggerichten sollte die Kinder darüber hinaus in jedem Fall ausreichend Trinken angeboten werden. Denn „dass die Kleinen nach einer solchen Mahlzeit auffällig durstig sind, hat einen einfachen Grund: Selbst in Ketchup steckt erstaunlich viel Salz“, berichtet der VKI. (fp)

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