Gesund leben: Schwimmen ist die Allroundsportart

Heilpraxisnet

Gesund leben: Schwimmen – die perfekte Allroundsportart

19.03.2015

Sport fördert die Gesundheit: Darüber sind sich die meisten Experten einig. Schwimmen ist dafür perfekt. Mit kaum einer anderen Sportart tut man dem Körper so viel Gutes. Doch auch hier kommt es darauf an, es nicht zu übertreiben.

Gesund und fit durch Bewegung
Eigentlich ist es allen bekannt, dass man Bewegung braucht, wenn man gesund und fit bleiben will. In unserem hektischen Alltag mit Beruf, Familie und Haushalt finden viele aber einfach nicht genug Zeit, um mehrmals in der Woche zu tranieren. In diesem Fall braucht man eine Sportart, die möglichst viele körperliche Funktionen und motorische Fähigkeiten anspricht – und dabei auch noch schonend ist. „Das Schwimmen erfüllt all diese Anforderungen“, erläuterte Elisabeth Graser, Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Kaum eine ander Sportart ist so gut für den Körper
Mit kaum einer anderen Sportart tue man dem Körper so viel Gutes: „Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, die Durchblutung angeregt, die Muskulatur des gesamten Körpers gekräftigt und die Koordination geschult.“ Durch das sanfte Ausdauertraining verbrennt man Kalorien und beugt so Übergewicht sowie Adipositas vor. Zudem senkt es das Risiko für Diabetes, Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und andere Krankheiten. Da durch das tragende Wasser die Gelenke nicht unnötig belastet werden, besteht gleichzeitig ein sehr geringes Verletzungsrisiko. „Gerade deshalb ist diese Sportart zum Beispiel auch für Personen geeignet, die abnehmen und ihren Körper straffen möchten“, erklärte die Fitnessfachwirtin.

Für Anfänger bietet sich ein Schwimmkurs an
Es sei anfangs zweitrangig, für welchen Schwimmstil man sich entscheidet: „Bei Anfängern ist besonders das Rückenschwimmen zu empfehlen.“ Dieser Stil sei aber auch für Menschen, die etwa unter Rückenverspannungen leiden, optimal. „Wie bei jeder anderen Sportart ist es wichtig, langsam zu beginnen und sich nach und nach zu steigern“, so Graser. Zum Erlernen der richtigen Technik empfehle sich besonders für Beginner ein Schwimmkurs. Um seine Gesundheit und Fitness langfristig zu steigern, muss man aber regelmäßig dran bleiben. Es dürfen auch keine Wunder erwartet werden. Zwei Mal wöchentlich sollte man schon Schwimmen gehen.

Kein Sport bei grippalem Infekt
Andere Experten stehen dem Schwimmen allerdings etwas kritischer gegenüber. So hatte etwa der Sportexperte Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln vor Jahren erklärt, dass dabei der Wasserdruck auf die Gefäße drückt und die wiederum auf das Herz. Fachleute sind sich allgemein einig, dass man es trotz gesundheitsfördernder Wirkung mit keiner Sportart übertreiben sollte. Und bei Erkrankungen wie etwa einer Erkältung sollte ohnehin auf Sport verzichtet werden. So sollte man etwa nach Fieber bei einem grippalen Infekt mindestens drei Tage Pause einlegen, da der Infekt sonst auf das Herz übergreifen kann. Und das mit schlimmen Folgen wie Herzrasen, Thoraxschmerzen und Herzrhytmusstörungen. (ad)

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>Bild: wolla2 / pixelio.de