Gesundheit und Bärlauch

Sebastian

Bärlauch: Das gesunde Gewürz wächst jetzt überall in deutschen Wäldern

05.04.2011

Überall in deutschen Wäldern duftet es nach Bärlauch. Das einst vergessene Gewürz findet heutzutage erfreulicherweise wieder mehr Anhänger. Und das zurecht: Bärlauch gilt in der Naturheilkunde als Gefäß- erweiternd, verdauungsfördernd, bakterienhemmend, entgiftend, leistungsfördernd, keimtötend und fördert zudem den produktiven Auswurf. Wird Bärlauch richtig zubereitet schmeckt er einfach richtig gut. Um die Heilwirkung zu erhalten, sollte Bärlauch möglichst frisch und ungekocht zubereitet werden.

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Bärlauch wächst von April bis Juni
In den Wäldern duftet es seit rund zwei Wochen nach Bärlauch. Bärlauch wächst jedes Jahr von Anfang April bis Ende Juni. Man findet den Lauch vor allem an Bächen, im Laubgehölz und unbebauten Ufern. Im Volksmund wird Bärlauch auch als „Waldknoblauch“ oder „wilder Knoblauch“ bezeichnet. Denn der leicht süßliche Geruch des Bärlauch erinnert sehr stark an frischen Knoblauch-Duft. Schließlich ist der Bärlauch mit der Knoblauch-Pflanze sogar verwandt. Die Wirkungseigenschaften sind zudem sehr ähnlich.

Vom Unkraut zum gesunden Gewürz
Noch vor einigen Jahrzehnten galt Bärlauch als „Unkraut“ und wurde aus deutschen Gärten und Wiesen verbannt. Die Menschen griffen eher zum Knoblauch und die wertvolle Pflanze geriet beinahe hierzulande in Vergessenheit. Schon die Heilerin und Naturheilkunde-Visionärin Hildegard von Bingen sprach von ‚viriditas‘, der „Kraft, die alles wachsen, sprießen und grünen lässt“.

Einfach Bärlauch selbst sammeln
Bärlauch muss nicht teuer im Supermarkt gekauft werden. Da das Kraut überall im Wald wächst, kann es jeder kostenlos und schnell selbst ernten. Doch beim eigenständigen Sammeln ist große Vorsicht geraten: Die langstieligen Blätter ähneln den toxischen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Blätter zunächst in den Händen zerrieben werden. Erst wenn die Hände nach dem typisch süßlich Knoblauch-Duft riechen, handelt es sich um Bärlauch. Wer sich unsicher ist, sollte zuvor einen Experten oder Heilpraktiker befragen. Zudem ist das Sammeln von Bärlauch in Naturschutzgebieten strengstens verboten.

Einfaches Bärlauch-Pesto Rezept
Sie benötigen für ein einfaches Bärlauch-Pest etwa 500 Gramm Bärlauch-Blätter, 120 Gramm Parmesan, 80 Gramm Pinienkerne, 280 ml hochwertiges Olivenöl, 1 Prise Pfeffer und 1 Prise Meersalz.

Den Bärlauch waschen und klein hacken, mit Pinien und Parmesan vermischen. Mit einer Küchenhilfe (Pürierstab) bei geringer Stufe langsam vermischen und mit Olivenöl vermengen. Zum Schluss mit Pfeffer und Salz je nach Geschmack würzen. Das Pesto passt am Besten zu Spaghetti. Lesen Sie weiter: Naturheilkunde: Vorsicht beim Bärlauch-Sammeln (sb)

Bild: Sarah Grazioli / pixelio.de