Handtaschen: Mehr Keime als auf Toilettensitzen

Sebastian

Hohe Keimbelastungen in Handtaschen

19.05.2013

Handtaschen von Frauen beinhalten weit aus mehr Bakterien und krankmachende Keime als Toilettensitze, wie eine repräsentative Studie des Hygiene-Dienstleisters „Initial Hygiene“ herausfand. Besonders betroffen sind nach Angaben der Forscher Handtaschen aus Leder, da die rauen Oberflächen Bakterien ideale Möglichkeiten zur Ausbreitung bieten. Eine „von fünf Taschen sind sogar so stark kontaminiert gewesen, dass gesundheitsschädliche Folgen nicht ausschließbar waren“, schreiben die Forscher in ihrem Studienbericht.

Viele Keime auf Handcreme
Auslöser der Keimbelastungen seien vor allem enthaltene Gegenstände wie Handcreme. Auf der Oberfläche der Verpackungen lassen sich oft mehr bakterielle Belastungen finden, als auf Toilettensitzen, wie die Autoren der Studie berichten. „Auch Lippenstift und Mascara erwiesen sich als wenig besser“, schreibt das Magazin „Daily Mail“. Peter Barratt, technischer Leiter von „Initial Hygiene“ sagte: „Handtaschen kommen regelmäßig in Kontakt mit unseren Händen und einer Vielzahl von Oberflächen, so dass die Gefahr der Übertragung verschiedener Keime auf sie sehr hoch ist.“ So könnten sich Keime im Anschluss massiv vermehren. Ein weiterer Grund sei die mangelnde Hygiene. Handtaschen werden oft überhaupt nicht oder nur ganz selten gewaschen.

Taschen öfter mal reinigen
Um höhere Keimbelastungen zu vermeiden, raten die Experten dazu, auch Handtaschen öfter einmal zu waschen. „Nach dem Wühlen in der Tasche sollten möglichst auch die Hände gewaschen werden“, raten die Autoren. Die Untersuchung habe nun einmal gezeigt, dass die bakteriellen Verunreinigungen weitaus größer seien, als bei Toilettensitzen. Deshalb gebe es Anlass genug, auch beim Gebrauch von Handtaschen einen größeren Wert auf Hygiene zu legen.
Vor allem coliformen Keime siedeln in Taschen oder anderen Haushaltsgegenständen. Diese verursachen bei übermäßiger Aufnahme Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit und Erbrechen. Moderates aber regelmäßiges Händewaschen und die gelegentliche Säuberung der Taschen seien der beste Schutz. (sb)

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Bild: RainerSturm / pixelio.de