Hilfsfonds: Nach Banken jetzt die Krankenkassen?

Thorsten Fischer

Hilfsfonds: Nach den Banken jetzt die Krankenkassen?

(18.06.2010) Nachdem drei Krankenkassen beim Bundesversicherungsamt die drohende Insolvenz angemeldet haben, wird laut Medienberichten vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen laut darüber nachgedacht, einen Rettungsfonds mit Hilfsgeldern für gefährdete Krankenkassen einzurichten. Damit soll verhindert werden, dass noch weitere Krankenkassen in die Insolvenz geraten.

Nachdem drei Krankenkassen beim Bundesversicherungsamt eine drohende Insolvenz angemeldet haben, wird laut Medienberichten vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen laut darüber nachgedacht, einen Rettungsfonds mit Hilfsgeldern für gefährdete Krankenkassen einzurichten. Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln, die City BKK und die BKK für Heilberufe sollen demnach nicht die einzigen Krankenkassen sein, die massive finanzielle Schwierigkeiten haben. Und bevor es zu einem Dominoeffekt bei den gesetzlichen Krankenkassen kommt, soll ein Auffangschirm in Form eines Rettungsfonds von den jeweiligen Spitzenverbänden gespannt werden. Denn die Schulden der in Insolvenzgefahr geratenen Krankenkassen fallen auf die verbleibenden Kassen zurück und könnten diese auch in Kalamitäten bringen.

Das Bundesversicherungsamt (BVA) hatte schon einen Appell an die politisch Verantwortlichen gerichtet, weil für 2011 wieder ein Kassendefizit von über zehn Milliarden Euro erwartet wird. Und da müssten nun frühzeitig Maßnahmen verabschiedet werden, die ja noch eine Zeit in der Umsetzung benötigen, damit sie für 2011 greifen würden. Versicherte sollen sich laut der Experten keine Sorgen um ihre medizinische Versorgung machen- diese sei in jedem Fall gesichert und Kosten würden übernommen, trotz Insolvenz einer Kasse. (tf)

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Bild: Rainer Sturm/pixelio.de.