In Liberia starten Tests mit Ebola-Impfstoffen

Heilpraxisnet

In Liberia starten Tests mit Ebola-Impfstoffen

03.02.2015

Liberia gehört zu den drei Ländern, die am stärksten von der seit über einem Jahr grassierenden Ebola-Epidemie betroffen sind. Eine Impfung oder ein Heilmittel steht bislang nicht zur Verfügung. Doch nun haben in dem westafrikanischen Land Tests mit Impfstoffen gegen die tödliche Infektionskrankheit begonnen.

Tests mit Impfstoffen haben begonnen
Neben Sierra Leone und Guinea gehört Liberia zu den drei am stärksten von der seit über einem Jahr grassierenden Ebola-Seuche betroffenen Nationen. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben seit dem Ausbruch der Epidemie fast 9.000 Menschen in Westafrika an der gefährlichen Krankheit. Trotz intensivster Forschung stehen noch immer weder Impfstoff noch Heilmittel zur Verfügung. Bei Infizierten werden lediglich typische Ebola-Symptome behandelt. Doch in Liberia haben nun Tests mit Impfstoffen begonnen.

Erste Freiwillige fanden sich in der Hauptstadt ein
Einer Meldung der Nachrichtenagentur AP zufolge fanden sich dafür am Montag in der Hauptstadt Monrovia erste Freiwillige ein. Laut dem Bericht haben die Testserie die liberianische Regierung mit Hilfe der USA organisiert. Im Beisein von Vertretern der US-Botschaft und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab Vizepräsident Joseph Nyumah Boakai den Startschuss. Gegenüber AP sagte er, dass die Impfstoffe „sehr wichtig für Liberia und die Welt“ seien. Einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP zufolge werden der Impfstoff ChAd3 der britischen Firma GlaxoSmithKline (GSK) sowie der von der kanadischen Gesundheitsbehörde entwickelte und vom US-Labor Merck produzierte Impfstoff rVSV-ZEBOV getestet.

Entwarnung in Berlin
Aus Deutschland kam unterdessen eine beruhigende Nachricht. Der Ebola-Verdacht in Berlin ist offenbar Malaria teilte die Charité nun mit. Der Patient, der sich nach einem Aufenthalt in Afrika mit grippeähnlichen Symptomen im Kreuzberger Urban-Krankenhaus gemeldet hatte und in das Virchow-Klinikum der Charité verlegt worden war, leidet an Malaria. Die Diagnose von Ebola ist in der Frühphase der Erkrankung grundsätzlich schwierig, da die Symptome denen einer herkömmlichen Grippe ähneln. (ad)

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