Jährlich sterben 26.000 Menschen an Darmkrebs

Heilpraxisnet

Jährlich sterben 26.000 Menschen an Darmkrebs

02.03.2015

In Deutschland sterben jedes Jahr rund 26.000 Menschen an Darmkrebs. Allerdings sprechen viele Bundesbürger nicht über das Thema, wie eine Umfrage nun gezeigt hat. Im Darmkrebsmonat März engagieren sich Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte, Kliniken und Privatpersonen für die Darmkrebsvorsorge.

Darmkrebs für viele Deutsche ein Tabuthema
Darmkrebs bleibt offenbar ein Tabuthema. Wie eine Studie nun ergeben hat, sprechen 41 Prozent der Deutschen nicht über die Erkrankung und etwa die Hälfte der Bundesbürger schätzt ihr Wissen um die in Deutschland zweithäufigste Krebserkrankung als schlecht ein. Der Arzt ist der bevorzugte Ansprechpartner bei denjenigen Personen, die das Thema von sich aus angehen. Dies zeigt die Umfrage „Darmkrebsvorsorge 2015“, für die das Marktforschungsunternehmen Toluna im Auftrag von „PENTAX Medical“ 1.000 Erwachsene ab 18 Jahren online befragt hat. Im Darmkrebsmonat März engagieren sich seit Jahren Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, Städte, Kliniken und Privatpersonen für die Darmkrebsvorsorge.

Erkrankung lässt sich bei Früherkennung oft heilen
Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 26.000 Menschen an Darmkrebs und dass, obwohl sich diese Erkrankung bei einer Früherkennung zum Beispiel durch eine Darmspiegelung oft verhindern oder heilen lässt. Noch immer halten mangelndes Wissen oder Angst viele Bundesbürger von der Vorsorge ab. Zudem zeigte sich, dass sich vier von zehn Befragten genieren, über das Thema auch nur zu reden. Nur etwa jeder Vierte spricht mit eng vertrauten Menschen über die Krankheit bzw. deren Vorsorge. Zumindest reden 43 Prozent mit ihrem Arzt darüber, weitere 28 Prozent tun dies allerdings nur, wenn es sein muss, sie also der Mediziner direkt darauf anspricht. Somit ist der Arzt der wichtigste Ratgeber zum Thema.

Versicherte nehmen ihren Anspruch auf Untersuchung nicht wahr
Gesetzlich Krankenversicherte im Alter von 50 bis 54 Jahren haben in Deutschland im Rahmen der Krebsfrüherkennung einen Anspruch auf einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkultbluttest) sowie eine Tastuntersuchung des Enddarms. Und ab 55 Jahren besteht ein Anspruch auf eine Koloskopie (Darmspiegelung). Bei einem unauffälligen Untersuchungsergebnis ist nach zehn Jahren eine erneute Darmspiegelung möglich. Da der Großteil der Versicherten die Früherkennung aber nicht in Anspruch nimmt, weisen Gesundheitsexperten immer wieder darauf hin , dass sich Patienten nicht fürchten müssen, da es sich bei der Koloskopie normalerweise um ein schmerzfreies Verfahren handelt.

Schnelle schmerzfreie Darmspiegelung
Patienten die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden, oder bei denen typische Warnsignale wie Blut im Stuhl oder sogenannter Bleistiftstuhl auftreten, sollten auf jeden Fall über die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung sprechen, auch wenn sie jünger als 50 Jahre sind. In der Umfrage „Darmkrebsvorsorge 2015“ gaben 48 Prozent an, sich schlecht mit dem Thema auszukennen, meist, da sie nach eigenen Angaben keine Zeit oder Lust haben, sich darum zu kümmern. Neun Prozent fühlen sich zu jung und fünf Prozent wollen über Darmkrebs oder Darmkrebsvorsorge gar nichts wissen. „Nur wer gut informiert ist weiß, dass eine Darmspiegelung selten Schmerzen bereitet und nur 15 bis 30 Minuten dauert. Moderne Koloskopie-Schläuche sind dünn und weich und die eingebaute Kamera winzig“, erklärte Johannes Stäbler, Marketing Manager von „PENTAX Medical“. „Während der Darmspiegelung können Polypen direkt erkannt und entfernt werden, bevor daraus überhaupt Krebs entsteht“, so Stäbler. (ad)

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>Bild: Sigrid Rossmann / pixelio.de