Alzheimer-Prognose: Jeder Dritte will es wissen

Heilpraxisnet

Rund die Hälfte der Deutschen fürchtet eine Alzheimer-Erkrankung

02.06.2014

Alzheimer hat heute mit rund 1,2 Millionen Betroffenen den Status einer Volkskrankheit und für die kommenden Jahrzehnten wird ein drastischer Anstieg der Anzahl an Betroffenen erwartet. „Dementsprechend groß ist auch die Sorge der Deutschen, selbst im Alter von der Alzheimer-Krankheit betroffen zu sein“, berichte die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) auf Basis einer aktuellen repräsentativen Umfrage durch das Institut für Demoskopie Allensbach. Doch die tatsächliche persönliche Alzheimer-Prognose interessiert nur eine Minderheit der Bevölkerung.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag der AFI 1.507 Personen ab einem Alter von 16 Jahren zum Thema Alzheimer befragt und festgestellt, dass die Angst vor der neurodegenerativen Erkrankung 45 Prozent der Befragten beschäftigt. „Dabei ist die Sorge bei Frauen deutlich größer (51 Prozent) als bei Männern (39 Prozent)“, berichtet die AFI. Zudem nehme die Sorge vor der Alzheimer deutlich zu, wenn es in der Familie (66 Prozent) oder im Bekanntenkreis (58 Prozent) einen Alzheimer-Patienten gibt. Trotz dieser Sorge vor einer Erkrankung, seien viele an der eigenen Alzheimer-Prognose eher desinteressiert.

Sorge vor Alzheimer wächst mit dem Alter
Allgemein gilt das fortschreitende Alter als einer der maßgeblichen Risikofaktoren für das Auftreten von Alzheimer. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen Umfrage wieder. So zeigten die Befragten mit steigendem Alter eine zunehmende Sorge vor der Erkrankung. „Während sich nicht einmal jeder Fünfte der 16 bis 29-Jährigen (18 Prozent) um seine Gedächtnisleistung im Alter Gedanken macht, sind es bei den 50 bis 59-Jährigen schon mehr als die Hälfte (54 Prozent)“, berichtet die AFI. Noch präsenter werde das Thema Alzheimer bei den 60- bis 69-Jährigen (62 Prozent) und bei den über 70-Jährigen. Von ihnen fürchten 71 Prozent eine Alzheimer-Erkrankung.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) fördert nach eigenen Angaben seit 1995 mit Spendengeldern „Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit.“ Bis heute seien 120 Forschungsprojekte mit über 6,4 Millionen Euro unterstützt und umfangreiche Informationsmaterialien veröffentlicht worden. (fp)

Bild: Gerd Altmann, Pixelio

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