Natürlicher Thymianhonig wirkt bei Mundtrockenheit

Sebastian
Thymianhonig hilft bei Mundtrockenheit durch Krebstherapie
Thymianhonig erwies sich in einer aktuellen Studie als wirksames und sicheres Mittel, um eine durch Strahlentherapie verursachte Mundtrockenheit zu lindern und so die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Gegen festsitzenden Schleim bei Husten ist Thymian-Tee ein altbewährtes Hausmittel. Gut einer aktuellen Studie lindert es auch Mundtrockenheit. (Bild: Manuel Adorf/fotolia.com)

Mundtrockenheit zählt zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Strahlen- oder Chemotherapie bei Kopf- und Halstumore. Die Speichelproduktion kann um bis zu 80 % reduziert sein. Essen und Trinken sind erschwert mit ernsthaften Folgen für den Ernährungsstatus der Patientinnen und Patienten. Eine trockene Mundhöhle ist zudem anfällig für Infektionen und Entzündungen.

Ein Forscherteam aus Zypern untersuchte in einer randomisierten klinischen Studie, inwieweit eine Behandlung mit einer Thymianhonig-Mundspülung die durch Krebstherapie verursachte Mundtrockenheit lindern kann. Dazu teilten die Wissenschaftler die Probanden, alles Patienten mit verschiedenen Kopf-/Halstumoren nach chemotherapeutischer Behandlung, in zwei Gruppen.

Eine Gruppe machte Mundspülungen mit 20 ml Thymianhonig in 100 ml Wasser. Die Kontrollgruppe nutze für die Spülungen Kochsalzlösung. Begonnen wurde mit den Spülungen jeweils in der vierten Woche der insgesamt siebenwöchigen strahlentherapeutischen Behandlung, und zwar unmittelbar vor und nach der Bestrahlung sowie sechs Stunden danach.

Die Patienten sollten die jeweilige Mundspüllösung so im Mund zu bewegen, dass Mundhöhle und Rachen gut benetzt werden und die Flüssigkeit dann ausspucken. Nach Abschluss der Strahlentherapie spülten die Patienten für weitere vier Wochen zu Hause dreimal täglich den Mundraum mit der jeweiligen Lösung aus.

Der Schweregrad der Mundtrockenheit, die damit verbundenen Schmerzen, Geschmacks- und Schluckstörungen besserten sich durch die Behandlung mit Thymianhonig im Vergleich zur Ausgangssituation und zur Kontrollgruppe signifikant.

Damit bewerteten die Teilnehmer der Verumgruppe ihre Lebensqualität deutlich höher. Die Wissenschaftler konnten keine unerwünschten Nebenwirkungen beobachten. Quelle: Carstens Stiftung.