Obst-Diät zum Abnehmen eher ungeeignet

Heilpraxisnet

Obst nur in Maßen zum Abnehmen geeignet

21.08.2014

Der Weg zur Traumfigur wird von den meisten Deutschen vor allem mit wiederholten Diäten beschritten. Hierzu kursieren unzählige, zum Teil äußerst fragwürdige Diät-Tipps, die von der Verbraucher Initiative genauer unter die Lupe genommen wurden. Die Empfehlung reichlich Obst zu essen, stimmt laut Mitteilung der Verbraucher Initiative zum Beispiel nur bedingt. Gegebenenfalls könne der übermäßige Obstverzehr Übergewicht sogar fördern.

Zwar liefert Obst unumstritten wichtige Nährstoffe und die täglichen Obstportionen gehören zu einer ausgewogenen Ernährung, allerdings enthält Obst durch den fruchteigenen Zucker auch Energie, erläutert Alexandra Borchard-Becker, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucher Initiative. „Wer über den Tag verteilt zusätzlich zu den Mahlzeiten viel Obst isst, kann daher Übergewicht eher fördern als abbauen“, berichtet die Expertin.

Obwohl eine reine Obst-Diät wenig sinnvoll ist, „lassen sich die Stärken von frischem Obst zum Abnehmen nutzen“, so die Mitteilung der Verbraucher Initiative. Beispielweise könne Obst „durch seine natürliche Süße und sein angenehmes Aroma den Süßhunger stillen.“ Besser als Süßigkeiten ist es in jedem Fall. Zudem seien die meisten Sorten energiearm, reich an sättigenden Ballaststoffen und daher der ideale Partner zum Abnehmen. Dies gilt allerdings nicht für alle Früchte. Darüber hinaus ist nicht nur beim Obst, sondern auch beim Saft Maß halten angesagt, berichtet die Verbraucher Initiative. „Mit einem Liter Fruchtsaft am Tag nimmt man je nach Sorte rund 500 Kilokalorien zu sich. Das entspricht dem Energiegehalt einer Hauptmahlzeit, die zusätzlich zum Essen weggeschlucktwird“, betonte die Ernährungswissenschaftlerin Borchard-Becker. Zwar sei gegen ein Glas Fruchtsaft am Tag nichts einzuwenden, mit Wasser verdünnt, habe man allerdings länger etwas davon. „Saftschorlen sind eine gute Möglichkeit, sich die flüssigen Früchtchen nach und nach abzugewöhnen, indem man schrittweise die Wassermenge erhöht und den Saftanteil senkt“; berichtet die Verbraucher Initiative. (fp)

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Bildnachweis: Tim Reckmann / pixelio.de