Sonnenbrand verhindern: Beim Sonnenschutz immer am UV-Index orientieren

Eincremen ist auch jetzt schon wichtig, denn die UV-Strahlung kann im Frühling beosnders stark sein. (Bild: Knut Wiarda/fotolia.com)
Nina Reese
Sonne lockt viele Menschen nach draußen
Kaum sind die ersten warmen Tage da, zieht es die meisten Menschen ins Freie. Nach all den trüben und kalten Monaten möchte man endlich wieder Sonne „tanken“ und die warmen Strahlen auf der Haut spüren. Doch hier ist Vorsicht angezeigt, denn mit dem Sonnenschein steigt auch die UV-Belastung wieder an. Diese kann jetzt im Frühling sogar besonders hoch sein, da die Ozonschicht zu dieser Jahreszeit oft noch unbeständig ist, warnt die Deutsche Krebshilfe in einer aktuellen Mitteilung.

Haut langsam an die Strahlung gewöhnen
Wer sich zu oft und zu lange in der Sonne aufhält, riskiert langfristig ernsthafte Schädigungen der Haut. Denn diese altert durch die ultraviolette Strahlung schneller, zudem können Schädigungen am Erbgut von Hautzellen und Hautkrebs entstehen, informiert die Deutsche Krebshilfe. Gerade jetzt im Frühling sollte die Kraft der Sonne nicht unterschätzt werden, denn aufgrund der oft noch dünnen Ozonschicht kann die ultraviolette Strahlung derzeit besonders stark sein. Dementsprechend sollte gerade in diesen Tagen auf einen entsprechenden UV-Schutz zur Vorbeugung von Hautkrebs keinesfalls verzichtet werden. „Unterschätzen Sie nicht die Intensität der Frühlingssonne und gewöhnen Sie Ihre Haut langsam daran“, wird Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, in der Mitteilung zitiert.

Eincremen ist auch jetzt schon wichtig, denn die UV-Strahlung kann im Frühling beosnders stark sein. (Bild: Knut Wiarda/fotolia.com)
Eincremen ist auch jetzt schon wichtig, denn die UV-Strahlung kann im Frühling beosnders stark sein. (Bild: Knut Wiarda/fotolia.com)

Strahlen selbst sind nicht spürbar
Im Normalfall würde die Ozonschicht laut der Mitteilung der gemeinnützigen Organisation dafür sorgen, dass der Großteil der krebserregenden UV-Strahlung gar nicht zu uns gelangt. Doch zur Zeit könne diese Schutzschicht, die in 15 bis 30 Kilometern Höhe die Erde umgibt, aufgrund der klimatischen Verhältnisse im Spätwinter und Frühjahr zeitweise ausgedünnt sein. Denn diese würden dazu führen, dass ozonarme Luft aus der Polarregion und den Subtropen nach Mitteleuropa strömt und kleine Ozonlöcher entstehen, durch die mehr ultraviolette Strahlen als sonst auf die Erde gelangen. Ein Vorgang, der zunächst unbemerkt abläuft, denn „UV-Strahlung an sich kann man nicht fühlen. Ihre schädliche Wirkung merken wir erst dann, wenn die Hautzellen bereits geschädigt sind und der Körper darauf reagiert“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). „Das erzeugt dann ein unangenehmes Gefühl bis hin zu brennenden Schmerzen“, so der Experte weiter.

UV-Index zur Orientierung nutzen
Um die Kraft der Sonne zu dieser Jahreszeit besser einschätzen zu können und kein Risiko einzugehen, sollte man auf Anraten der Deutsche Krebshilfe und der ADP den UV-Index (UVI) zur Orientierung heran ziehen. Dieser beschreibt anhand einer Skala von 1 bis 11+. den zu erwartenden maximalen Tageswert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung. Der Index wird vom Bundesamt für Strahlenschutz in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Wetterdienst und weiteren Institutionen erstellt und kann online tagesaktuell abgerufen werden. Jedem Wert sind hier Empfehlungen zum Sonnenschutz zugeordnet. So sind beispielsweise bei einem UV-Index von 0 bis zwei keine Schutzmaßnahmen erforderlich, ab einem Wert von 11 sind diese hingegen „ein Muss“. Für Anfang Mai würden der Mitteilung der Krebshilfe zufolge mittlere bis hohe UVI-Werte zwischen 4 und 6 erwartet. Neben der langsamen Gewöhnung der Haut durch kurze Aufenthalte im Freien sollte die Sonne den Experten zufolge außerdem in der Mittagszeit besser ganz gemieden werden. (nr)

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