Stammzellforschung: Neues Zentrum in Münster

Heilpraxisnet

In Münster soll laut der Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) vom Max- Planck- Institut für molekulare Biomedizin ein Referenzzentrum für Stammzellforschung für 80 Millionen Euro entstehen. Mit dem „Centrum für Angewandte Regenerative Entwicklungstechnologien“ (CARE) würde der Standort in Münster zu ersten Adresse für Stammzellforschung in Deutschland und auch international bedeutsam werden. Das Max- Planck- Institut für molekulare Biomedizin in Münster besteht seit 2001. Dort wird neben neben Forschung an Zell- und Entwicklungsbiologie auch speziell an Vaskulärer (Gefäß-) Zellbiologie und Gewebebiologie und Morphogenese (Entwicklung von Organismen) geforscht.

Ein wichtiger Grund für die Gründung von CARE dürfte sicherlich auch sein, dass mit der Zell- und Entwicklungbiologie am Institut der Molekularbiologe Prof. Hans Schöler betraut ist. Das Institut für molekulare Biomedizin nimmt bereits im Bereich der Umwandlung von Körperzellen in Stammzellen eine wichtige Rolle ein. Der Stammzellforscher und Preisträger des renommierten Robert- Koch- Preises, ist dort Direktor. Er gilt in Wissenschaftskreisen als Vorreiter und somit ausgewiesener Experte auf dem Feld der induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen). Sie werden aus körpereigenen Zellen gewonnen.

Am CARE soll Arzneiforschung und Medizin im Vordergrund der Arbeit stehen. Durch Studien zu bisher unheilbaren Krankheiten wie Morbus Parkinson oder Morbus Alzheimer soll es nach Möglichkeit perspektivisch auch Investitionen der Pharma- Industrie geben. Weiterhin soll es auch darum gehen, praktische Aspekte mit der Grundlagenforschung zu verzahnen. Kooperationen sollen auch mit anderen Forschungseinrichtungen des Max- Planck- Institutes aufgebaut werden und darüberhinaus mit Uni- Kliniken und Universitäten.

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Zur Zeit sind dort schon knapp 150 Mitarbeiter aus allen Regionen der Erde beschäftigt. Zukünftig sollen 100 Stellen dazu kommen. Nordrhein- Westfalen wird sich mit 60 Millionen Euro an der der Anschubfinanzierung von 80 Millionen Euro beteiligen. Über 10 Jahre soll die Finanzierung laufen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 17.04.2010)