Studie: Allergierisiko für Herbstbabys

Heilpraxisnet

Allergie für Herbstbabys: Kinder die in den Hochzeiten von Allergien sich im Mutterleib befinden, verfügen über ein erhöhtes Allergierisiko.

Eine Studie konnte erstmals nachweisen, dass Kinder, die in den Herbstmonaten geboren waren, über ein erhöhtes Allergie-Risiko verfügen, als im Vergleich Kinder die in anderen Monaten geboren wurden. So konnte belegt werden, dass das Allergierisiko anscheinend von dem Zeitpunkt der Schwangerschaft und der Zeugung abhängig ist.

Werden Säuglinge im Mutterleib in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erhöhten Allergie-Reizen ausgesetzt, besteht offenbar eine höhere Anfälligkeit für eine spätere Allergie. Verantwortlich, so die Vermutungen der Forscher, sei der erhöhte Pollenflug in den Herbstmonaten, wie die Forscher der finnischen Universität Oulu im Wissenschaftsmagazin "Journal of Epidemiology and Community Health" berichten.

Mehr zum Thema:

Im Studienverlauf untersuchten die Forscher insgesamt 5920 Kinder, die zwischen den Jahren 2001 und 2006 in Finnland auf die Welt kamen. Bei 961 Kinder wurde im Alter von 4 Jahren Hautallergie-Test gemacht. Zehn Prozent der Kinder, die in den Herbstmonaten geboren wurden, reagierten positiv auf den Test. Auffällig hierbei war, dass doppelt so viele Kinder positiv auf den Test anspringen, als diejenigen, die in anderen Monaten wie Juli oder August auf die Welt kamen. Die Herbstkinder reagierten besonders auf Milch und Eier.

Hohe Allergie-Reize im Verlauf der elften Schwangerschaftswoche
Doch was könnte die Ursache für das erhöhte Allergie-Aufkommen sein? Die Wissenschaftler vermuten, dass die betroffenen Babys in der elften Schwangerschaftswoche im April und Mai einer sehr hohen Konzentration von Allergie-Reizen ausgesetzt waren. In der 11. Schwangerschaftswoche sind Ungeborene besonders empfänglich für äußere Einflüsse. Zudem werden in den ersten Wochen alle wesentlichen Körperstrukturen gebildet. Kinder, die sich hingegen in der elften Schwangerschaftswoche in den Monaten Dezember oder Januar befanden, weisen über sehr geringe Werte auf. In diesen Wintermonaten sind die Allergie-Reize durch beispielsweise Pollen am geringsten. (sb, 21.10.2010)