Wasserrohrbruch in Hamburger Asklepios-Klinik

Sebastian

Nach Wasserrohrbruch in der Asklepios-Klinik wurde die Notaufnahme wieder in Betrieb genommen

09.10.2012

Zwei Häuser der Hamburger Asklepios-Klinik im Stadtteil St. Georg wurden durch ein defektes Wasserrohr unter Wasser gesetzt. Betroffen von dem Wasserrohrbruch war auch die Notaufnahme des Krankenhauses. Aufgrund dessen mussten einige Abteilungen vorübergehend geschlossen werden, wie die Klinikleitung mitteilte. Seit heute morgen ist die Notaufnahmestation wieder geöffnet. In Folge werden Gutachter die beschädigten Klinikgebäude auf Schäden und Ursache untersuchen. Die Ergebnisse sollen frühestens heute Abend bekannt gegeben werden.

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Wie ein Pressesprecher der Klinik mitteilte, war „nach dem Wasserrohrbruch gestern Abend die Zentrale Notaufnahme (ZNA) wegen der Rettungsarbeiten der Feuerwehr bis etwa 22 Uhr gesperrt. Seit den späten Abendstunden hat die ZNA ihre Arbeit schrittweise wieder aufgenommen und ist seit der Nacht wieder in Betrieb.“

Defekte Wasserleitung ursächlich
Ursächlich für den Großeinsatz der Feuerwehr war eine defekte Wasserleitung. Ein Wasserrohr mit einem Umfang von rund 10 Zentimeter Durchmesser war geborsten. Dadurch drang Wasser in den Keller und anschließend auch in zwei Gebäude der privatwirtschaftlich betriebenen Klinik. Durch den Schaden der Wasserleitung entstand ein rund 1000 Zentimeter großer und 2000 Zentimeter langer Krater. Dadurch trat das Wasser zwischen den beiden Häusern aus. In einem der betroffenen Klinikhäuser ist die zentrale Notaufnahmestelle untergebracht. In dem anderen Gebäude befindet sich die Dialyse-Einrichtung. Jedoch wurde mindestens die Dialyse-Station in der Nacht nicht betrieben. Notfälle mussten aufgrund der geschlossenen Abteilung in andere Krankenhäuser verbracht werden. In Folge konnten zwei Aufzüge nicht mehr benutzt werden, da auch die Fahrstuhlschächte mit Wasser vollgelaufen waren. Auch die Intensivstation musste während es Einsatzes geschlossen werden.

Experten inspizieren beschädigte Gebäude
„Heute besichtigen im Laufe des Vormittags Gutachter und Techniker betroffene Gebäude und das Gelände. Mit weiteren Informationen (etwa zur Schadenshöhe) ist nicht vor dem Nachmittag zu rechnen.“, so die Klinik. Eine gravierende Beeinträchtigung des Klinikbetriebs habe es nicht gegeben, so der Feuerwehrsprecher Hendrik Frehse am Einsatzort.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte etwa drei Stunden. „Wir haben rund rund 300 Kubikmeter Wasser abgepumpt“, sagte ein Hamburger Feuerwehrsprecher. Nach Angaben der Feuerwehrleitstelle waren insgesamt 50 Einsatzkräfte vor Ort. Verletzte oder geschädigte Patienten gab es nach bisherigen Kenntnisstand nicht. (sb)

Bild: s.media / pixelio.de