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US-Universität startet Studie zur Hyperthermie bei Lungenkrebs

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
30. September 2015
in News
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Forscher der University of Kentucky (UK) starten eine neue Studie zur Behandlung von fortgeschrittenem Lungenkrebs durch Ganzkörper-Hyperthermie. Wie bei anderen Anwendungen der Hyperthermie basiert auch dieser Test auf der Annahme, dass Krebszellen anfälliger sind für Schäden durch Wärme als normales Gewebe. Die Studie richtet sich an Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs, bei denen die Standard-Therapie abgeschlossen ist und die keine weiteren konventionellen Optionen haben.

In der Ankündigung der Studie heißt es: „Das Ziel in jeder Krebsbehandlung ist, die kranken Zellen anzugreifen und die gesunden Zellen in Ruhe zu lassen. Gesunde Zellen haben einen Signalmechanismus, der sie vor der Erhöhungen der Körpertemperatur schützt. Dieser Mechanismus ist in Krebszellen defekt, so dass sich hier ein Potential für eine neue Behandlung eröffnet.“ Auf die Vorteile einer Parallelbehandlung von Krebs durch Wärme- und Konventionelle Therapien verwies bereits eine Studie, die 2006 in Providence/ USA erstellt wurde. Auch damals untersuchten Forscher Patienten mit inoperablem Lungenkrebs, die nur mit Bestrahlung oder mit Bestrahlung plus Hyperthermie behandelt worden waren.

Lungenkrebs gehört zu den häufigeren Krebserkrankungen in Deutschland. Durch seine ungünstige Prognose ist er mit Abstand die häufigste Krebstodesursache bei Männern (25 Prozent) und die dritthäufigste bei Frauen (14 Prozent) (Zentrum für Krebsregisterdaten).

Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie, einer lokal-eingesetzten Hyperthermie: „Auch die neue US-Forschung geht davon aus, dass erkranktes Gewebe gegenüber einer thermischen Behandlung durch Hyperthermie anders reagiert als gesundes. Bei der Selektion kommt es zu einer Stimulation der malignen Zellen. Ihr natürliches Verhalten wird gestört und das Immunsystem aktiviert“.

Die Oncothermie erweitert die Tiefenerwärmung der Hyperthermie um ein moduliertes elektrischen Feldes, das durch zwei Elektroden, eine unterhalb, eine oberhalb des liegenden Patienten, erzeugt wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass malignes Gewebe eine höhere Leitfähigkeit besitzt als gesundes.(pm)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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