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Mineralöl in Lebensmittel-Verpackungen

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
4. November 2015
in News
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Nudeln, Reis, Cornflakes und andere Lebensmittel sind oft mit gesundheitsgefährdenden Mineralölrückständen belastet. Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert deshalb einen besseren Schutz vor diesen Stoffen, die meist aus Papierpackungen von Lebensmitteln stammen.

Foodwatch hatte umfangreiche Laboranalysen in Auftrag gegeben. Von den insgesamt 120 untersuchten Produkten aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden enthielten demnach 43% sogenannte aromatische Mineralöle, die in Verdacht stehen, krebserregend und erbgutschädigend zu sein.

In Deutschland war jedes fünfte getestete Lebensmittel (9 von 42 Produkten) mit aromatischen Mineralölen belastet. Eine wesentliche Quelle für die Verunreinigungen sind Verpackungen aus Altpapier: Darin enthaltene Mineralöle aus Druckfarben sowie etliche andere gefährliche Substanzen wie Weichmacher und Lösungsmittel können auf Lebensmittel übergehen.

E-Mail-Aktion an EU-Gesundheitskommissar gestartet
Foodwatch forderte die Europäische Kommission deshalb auf, sogenannte „funktionelle Barrieren“ für alle Lebensmittelverpackungen aus Papier vorzuschreiben sowie erstmals Grenzwerte für Mineralöle in Lebensmitteln zu erlassen. Denn es gibt bereits heute geeignete Materialien z.B. für Innenbeutel oder Beschichtungen, die Altpapier und Produkt so voneinander trennen, dass gesundheitsgefährdende Chemikalien nicht auf die Lebensmittel übergehen können.

Mit einer unter www.mineraloel-aktion.foodwatch.de gestarteten E-Mail-Aktion können Verbraucherinnen und Verbraucher EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis auffordern, tätig zu werden. (pm)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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