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Natürliche Hautsalbe – Hamamelis Zaubernüsse: Zarte aber harte Nuss

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
14. Januar 2016
in News
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Die Blütenblätter sind filigran, als schmale gelbe Fäden ragen sie in kleinen Büscheln aus dem Blütenkelch. Aber sie sind hart im Nehmen. Sie trotzen Kälte und Schnee. Und wenn sich die Blüten dann noch mit weißen Schneehäubchen schmücken, sieht das wirklich zauberhaft aus. Die Rede ist von der Zaubernuss. Der Name rührt aber gar nicht daher. Er geht vielmehr darauf zurück, dass die kleinen nussähnlichen Früchte etwa eineinhalb Jahre reifen. Daher kann man Blüten und Früchte gleichzeitig an den Zweigen sehen, was im Pflanzenreich eher selten ist.

“Hama” stammt aus dem Griechischen und bedeutet zusammen oder gleichzeitig, “Melon” steht für Apfel oder Frucht. Daher der wissenschaftliche Name “Hamamelis”. Wenn die kleinen Kapseln im Herbst reif sind, öffnen sie sich schlagartig und schleudern die Samen mehrere Meter weit. Das Aufplatzen kann man manchmal sogar hören.

Nicht nur mit den Früchten lässt sich die Zaubernuss viel Zeit, sie wächst überhaupt sehr langsam. Daher ist sie allerdings auch relativ teuer und sollte nicht unbedingt dort gepflanzt werden, wo sie fliegenden Bällen und tobenden Kindern ausgesetzt ist. Am besten wirkt sie, wenn sie einzeln steht und ihre fast trichterförmige Gestalt ungehindert entwickeln kann. Einen Rückschnitt verträgt und benötigt sie nicht. Statt zur Schere zu greifen, sollte man besser an den Blüten schnuppern und den zarten Duft genießen.

Im Sommer schmückt sich die Hamamelis mit runden Blättern, die denen der Haselnuss ähneln, im Herbst leuchten sie gelb, orange und feuerrot. Indianer kochten Zweige und Äste auf und nutzten den Extrakt als Wundheilmittel, auch heute wird Hamamelis in Hautsalben verwendet. So kann die zauberhafte Nuss nicht nur im Winter Kinderaugen zum Leuchten bringen, sondern ganzjährig begeistern. (Anne Staeves, aid)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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