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Dieser Süßstoff erhöht Insulinspiegel, fördert Entzündungen und Atherosklerose

Alexander Stindt
Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für Gesundheitsnews
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21. Februar 2025
in News
Viele Speisen und Getränke enthalten künstliche Süßstoffe, welche der Gesundheit auf vielfältige Weise schaden können. (Bild: Hayati Kayhan/stock.adobe.com)
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Der künstliche Süßstoff Aspartam scheint zu einen erhöhten Insulinspiegel zu führen und so zu Atherosklerose beizutragen, was auf lange Sicht das Risiko für lebensgefährliche Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöht.

In einer neuen Studie unter Beteiligung von Fachleuten vom Karolinska Institute in Schweden wurde untersucht, wie die Aufnahme von Aspartam die Insulinsekretion bei Mäusen beeinflusst. Die Ergebnisse sind im Fachjournal „Cell Metabolism“ nachzulesen.

Schaden künstliche Süßstoffe der Herzgesundheit?

Frühere Untersuchungen hatten bereits eine Verbindung zwischen dem Konsum von künstlichen Süßstoffen und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes hergestellt, wobei die molekularen Mechanismen hinter dieser Verbindung bisher jedoch unklar blieben.

Um für Aufklärung zu sorgen, untersuchten die Forschenden Mäuse, die über einen Zeitraum von zwölf Wochen täglich Aspartam zu sich nahmen. Die aufgenommene Menge des künstlichen Süßstoffs entsprach beim Menschen dem Konsum von etwa drei Dosen Diätlimonade am Tag, erläutert das Team.

Aspartam mit Entzündungen verbunden

Dabei zeigte sich, dass mit Aspartam gefütterte Mäuse im Vergleich zu Tieren aus der Kontrollgruppe größere und fettigere Plaques in ihren Arterien entwickelten. Gleichzeitig wiesen mit Aspartam gefütterte Mäuse auch höhere Entzündungswerte auf. Beide dieser Auswirkungen gelten als Merkmale einer beeinträchtigten Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Bei einer Blutuntersuchung stellten die Forschenden fest, dass mit Aspartam gefütterte Mäuse einen Anstieg ihres Insulinspiegels erlebten. Aspartam schien Rezeptoren zur Erkennung von Süßem im Körper zu veranlassen, mehr Insulin freizusetzen.

Erhöhtes Wachstum von Fettablagerungen

Der erhöhte Insulinspiegel der Mäuse begünstigte nachweislich das Wachstum von Fettablagerungen in den Arterien der Tiere. Dies deutet nach Ansicht der Fachleute darauf hin, dass Insulin die entscheidende Verbindung zwischen Aspartam und der kardiovaskulären Gesundheit darstellen könnte.

Als das Team untersuchte, wie ein erhöhter Insulinspiegel zum Aufbau von Arterienplaques beitragen könnte, gelang es ein spezielles Immunsignal (CX3CL1) zu identifizieren, welches unter Insulinstimulation besonders aktiv ist.

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CX3CL1 bleibt auch trotz eines starken Blutflusses durch die Arterien an der Oberfläche der inneren Auskleidung der Blutgefäße haften, wo es wie ein Köder wirkt, der vorbeikommende Immunzellen abfängt. Viele dieser Immunzellen können Entzündung der Blutgefäße verstärken, erläutert der Studienautor Yihai Cao in einer aktuellen Pressemitteilung.

Nachdem die Forschenden die CX3CL1-Rezeptoren einer der Immunzellen in mit Aspartam gefütterten Mäusen ausgeschaltet hatten, kam es nicht mehr zu einer Bildung der schädlichen Plaques. Dies deutet nach Ansicht von Cao auf die Rolle von CX3CL1 bei den Auswirkungen von Aspartam auf die Arterien hin.

CX3CL1 könnte nach Ansicht der Fachleute ein potenzielles Ziel bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch bei anderen Erkrankungen wie Arthritis und Diabetes bieten, da diese ebenfalls mit Entzündungen der Blutgefäße in Zusammenhang stehen. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alexander Stindt
Quellen:
  • Weijie Wu, Wenhai Sui, Sizhe Chen, Ziheng Guo, Xu Jing, et al.: Sweetener aspartame aggravates atherosclerosis through insulin-triggered inflammation; in: Cell Metabolism (veröffentlicht 19.02.2025), Cell Metabolism
  • Cell Press: Young adults may be more vulnerable to nicotine addiction than the middle aged (veröffentlicht 19.02.2025), Cell Press

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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