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Eigenbrauer-Syndrom: Darmbakterien als Auslöser hoher Alkoholkonzentrationen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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11. Januar 2026
in News
Schematische Darstellung des Darms und der Darmflora.
Bestimmte Darmbakterien sind offenbar bei dem Eigenbrauer-Syndrom für die übermäßige Alkoholproduktion im Verdauungstrakt verantwortlich. (Bild: Anatomy Insider /stock.adobe.com)
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Bestimmte Bakterien der Darmflora scheinen bei dem Eigenbrauer-Syndrom entscheidend für die übermäßige Alkoholproduktion im Verdauungstrakt. Eine Modulation der Darmflora mittels Stuhltransplantationen könnte zudem eine vielversprechende Behandlungsoption für Betroffene bieten.

Ein internationales Forschungsteam hat in einer aktuellen Studie mögliche Zusammenhänge zwischen dem Eigenbrauer-Syndrom und den Darmbakterien untersucht und die Ergebnisse in dem Fachmagazin „Nature Microbiology“ veröffentlicht.

Was ist das Eigenbrauer-Syndrom?

Das Eigenbrauer-Syndrom tritt auf, wenn Darmbakterien Kohlenhydrate abbauen und in Ethanol (gängiger Alkohol in alkoholischen Getränken) umwandeln, das dann in das Blut gelangt, erläutern die Forschenden.

Zwar könne der Kohlenhydratstoffwechsel bei allen Menschen geringe Mengen Alkohol produzieren, doch die Konzentrationen bei Personen mit Eigenbrauer-Syndrom seien oftmals so hoch, dass sie zu einer Vergiftung führen.

Zwar bleibe die Erkrankung extrem selten, aber aufgrund mangelnden Wissens, diagnostischer Schwierigkeiten und der Stigmatisierung bestehe wahrscheinlich eine höhere Dunkelziffer.

Jahrelange Fehldiagnosen keine Seltenheit

Viele Betroffene erleben jahrelang Fehldiagnosen und damit verbunden soziale, medizinische und rechtliche Konsequenzen, bevor sie eine Diagnose erhalten, betont das Forschungsteam. Die gesundheitlichen Folgen für die Erkrankten seien dabei durchaus schwerwiegend.

So nennen die Fachleute Leberschäden, kognitive Beeinträchtigungen, Verdauungsprobleme und Entzugserscheinungen als mögliche Folgen des Eigenbrauer-Syndroms.

Welche Darmbakterien spielen eine Rolle?

Dass die Darmflora eine Rolle bei der Erkrankung spielt, ist lange bekannt, doch welche Profile der Darmflora und welche Bakterien dabei im einzelnen von Bedeutung sind, blieb bislang unklar. An 22 Personen mit Eigenbrauer-Syndrom, 21 nicht betroffene Haushaltsmitglieder und 22 gesunde Kontrollpersonen versuchten die Forschenden dies nun zu klären.

Die Fachleute verglichen die Zusammensetzung und Funktion der Darmflora in den verschiedenen Gruppen und stellten zunächst fest, dass Stuhlproben von Teilnehmenden während eines Krankheitsschubs signifikant mehr Ethanol enthielten als Proben von Haushaltsmitgliedern und gesunden Kontrollpersonen.

Zudem konnten sie anhand der Stuhlproben auch nachweisen, dass mehrere Bakterienarten offenbar Schlüsselfaktoren bei der Erkrankung bilden. „Wir haben festgestellt, dass Darmbakterien, darunter Escherichia coli und Klebsiella pneumoniae, bei Personen mit Eigenbrauer-Syndrom Zucker im Darm zu Ethanol fermentieren“, erläutert Studienautor Prof. Dr. Bernd Schnabl von der UC San Diego School of Medicine.

„Diese Mikroben nutzen verschiedene Stoffwechselwege zur Ethanolproduktion und können den Blutalkoholspiegel so weit ansteigen lassen, dass zum Beispiel eine Trunkenheitsfahrt vorliegt“, so Prof. Schnabl weiter.

Stuhltransplantationen könnten helfen

Die Forschenden untersuchten auch einen Patienten, dessen Symptome nach einer Stuhltransplantation gelindert wurden, und konnten hier ebenfalls Veränderungen der spezifischen Bakterienstämme und der Aktivität von bestimmten Stoffwechselwegen im Zusammenhang mit dem Krankheitsverlauf nachweisen.

Nach einer zweiten Stuhltransplantation blieb der Patient über 16 Monate symptomfrei, betont das Forschungsteam.

Hoffnung auf verbesserte Diagnose & Therapie

„Das Eigenbrauer-Syndrom ist eine wenig verstandene Erkrankung, für die es nur wenige Tests und Behandlungen gibt. Unsere Studie zeigt das Potenzial der Stuhltransplantation auf“, so die Studienautorin Dr. Elizabeth Hohmann vom Mass General Brigham Department of Medicine.

„Darüber hinaus könnten unsere Ergebnisse, indem sie die verantwortlichen Bakterien und mikrobiellen Stoffwechselwege identifizieren, den Weg zu einer einfacheren Diagnose, besseren Behandlungen und einer verbesserten Lebensqualität für Menschen mit dieser seltenen Erkrankung ebnen“, resümiert Dr. Hohmann. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • University of California - San Diego: What causes some people’s gut microbes to produce high alcohol levels? (veröffentlicht 08.01.2026), eurekalert.org
  • Cynthia L. Hsu, Shikha Shukla, Linton Freund, Annie C. Chou, Yongqiang Yang, Ryan Bruellman, Fernanda Raya Tonetti, Noemí Cabré, Susan Mayo, Hyun Gyu Lim, Valeria Magallan, Barbara J. Cordell, Sonja Lang, Münevver Demir, Peter Stärkel, Cristina Llorente, Bernhard O. Palsson, Chitra Mandyam, Brigid S. Boland, Elizabeth Hohmann, Bernd Schnabl: Gut microbial ethanol metabolism contributes to auto-brewery syndrome in an observational cohort; in: Nature Microbiology (veröffentlicht 08.01.2026), nature.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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