Die Kombination aus regelmäßigem Kaffeekonsum und Schwimmtraining könnte zu deutlichen Verbesserungen des Fettstoffwechsels bei Adipositas beitragen und damit einen wichtigen therapeutischen Beitrag leisten.
Welchen Einfluss regelmäßiger Kaffeekonsum und Schwimmtraining auf den Lipidstoffwechsel bei Adipositas haben, zeigt eine präklinische Studie, deren Ergebnisse in dem „International Journal of Food Science“ veröffentlicht wurden. Demnach erscheint die Kombination aus Kaffee und Schwimmen als durchaus vielversprechende Therapieoption.
Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte
- Einfluss von regelmäßiger Kaffeekonsum und Schwimmtraining auf den Lipidstoffwechsel bei Adipositas wurde in einer präklinischen Studie untersucht.
- Sowohl Kaffee als auch Schwimmtraining führten u.a. zu einer deutlichen Reduktion des Gesamtcholesterins, der Triglyceridwerte und des LDL-Cholesterins.
- Bei der Kombination von Kaffeekonsum und Schwimmen war die Verbesserung des Lipidstoffwechsels am stärksten ausgeprägt.
- Kaffeekonsum und Schwimmen erscheinen damit als vielversprechende Option zur Behandlung einer Adipositas-bedingter Dyslipidämie.
Dyslipidämie durch Adipositas
Fettleibigkeit (Adipositas) ist eng mit Stoffwechselstörungen wie insbesondere einer sogenannten Dyslipidämie verbunden, die die Gesundheit langfristig stark gefährden können. Mögliche Ansätze zur Verbesserung der Lipidregulation sind zum Beispiel Ernährungsumstellungen und körperliche Aktivität, erläutert das verantwortliche Forschungsteam.
Welche Wirkung konkret die Kombination als koffeinhaltigem Kaffee und Bewegung auf den Lipidstoffwechsel hat, sei bislang allerdings unklar.
Können Kaffee & Schwimmen helfen?
In einer ersten präklinische Studie untersuchten die Forschenden daher an adipösen Ratten die Auswirkungen von Arabica-Kaffeekonsum und Schwimmtraining auf die Lipidwerte wie das Gesamtcholesterin, die Triglyceride, das „gesunde“ HDL-Cholesterin und das „ungesunde“ LDL-Cholesterin.
Hierfür wurden 30 Ratten zufällig entweder einer adipösen Gruppe mit Schwimmtraining, einer adipösen Gruppe mit Konsum von Arabica-Kaffee, einer adipösen Gruppe mit kombiniertem Schwimmtraining und Kaffeekonsum oder einer nicht-adipöse Kontrollgruppe beziehungsweise einer adipösen Kontrollgruppe zugeteilt.
In allen Behandlungsgruppen zeigten sich gegenüber der adipösen Kontrollgruppe signifikante Verbesserungen der Lipidwerte, wobei die Kombination aus Kaffee und Schwimmen die größten Unterschiede bewirkte, berichtet das Forschungsteam.
Deutliche Verbesserungen feststellbar
Kaffeekonsum und Schwimmtraining bewirkten im Vergleich zur adipösen Kontrollgruppe eine deutliche Reduktion der Gesamtcholesterinwerte, der Triglyceridwerte und der LDL-Cholesterinwerte (LDL-C) sowie eine Erhöhung der HDL-Cholesterinkonzentrationen, so die Fachleute weiter.
Demnach sprechen die Studienergebnisse für eine synergistische Wechselwirkung zwischen dem Kaffeekonsum und dem Schwimmtraining in Bezug auf die Verbesserungen des Lipidstoffwechsels bei Adipositas. So erscheinen Kaffee und Schwimmen als vielversprechende Option zur Behandlung von Adipositas-bedingter Dyslipidämie. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Yusni Yusni, Hanifah Yusuf, Cut Murzalina, Nurul Mahmudati: Synergistic Modulation of Lipid Levels by Coffee and Swimming With Evidence of a Strong Obesity–Dyslipidemia Link: A Preclinical Study; in: International Journal of Food Science (veröffentlicht 07.01.2026), onlinelibrary.wiley.com
Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.









