Ein Mangel an Vitamin D ist nicht nur mit einem erhöhten Risiko für Atemwegsinfektionen verbunden, sondern auch mit einem erhöhten Risiko besonders schwerer Verläufe. So sind bei Personen mit niedrigem Vitamin-D-Status deutlich häufiger Klinikeinweisungen aufgrund von Atemwegsinfektionen erforderlich.
Forschende der University of Surrey, University of Reading und der University of Oxford haben in einer aktuellen Studie mögliche Zusammenhänge zwischen dem Vitamin-D-Status und Klinikeinweisungen aufgrund von Atemwegsinfektionen untersucht. Die Ergebnisse sind in dem „American Journal of Clinical Nutrition“ https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0002916525007713 veröffentlicht.
Vitamin D wichtig für das Immunsystem
Dass die Versorgung mit Vitamin D auch unser Immunsystem beeinflusst, ist seit langem bekannt und frühere Studien hatten bereits auf ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen bei Vitamin-D-Mangel hingedeutet.
Daher überprüfte das Forschungsteam nun anhand der Daten von über 36.000 Teilnehmenden der UK Biobank mögliche Zusammenhänge zwischen dem Vitamin-D-Status und der Häufigkeit von Krankenhauseinweisungen aufgrund von Atemwegsinfektionen.
Erhöhtes Risiko für Klinikeinweisungen
Dabei zeigte sich, ass Personen mit einem schweren Vitamin-D-Mangel (unter 15 nmol/L) ein um 33 Prozent höheres Risiko für Klinikeinweisung aufgrund von Atemwegsinfektionen hatten, als Personen mit ausreichenden Vitamin-D-Spiegeln (mindestens 75 nmol/L), berichtet das Team.
„Vitamin D ist für unser körperliches Wohlbefinden unerlässlich. Es stärkt nicht nur Knochen und Muskeln, sondern seine antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften tragen vermutlich auch dazu bei, das Risiko von Atemwegsinfektionen zu verringern, die zu Krankenhausaufenthalten führen können“, so die Studienautorin Abi Bournot von der University of Surrey.
Die neue Studie liefere konkrete Daten, die dies untermauern, was besondere Relevanz habe, da Vitamin-D-Mangel ein weit verbreitetes Problem bilde. Die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten, insbesondere in den Wintermonaten, biete hier eine effektive Möglichkeit, dem Mangel vorzubeugen und damit das Risiko schwerer Atemwegsinfektionen zu senken.
„Dies ist besonders wichtig für ältere Menschen, die ein höheres Sterberisiko durch solche Infektionen haben“, betont Bournot.
„Unsere Erkenntnisse (…) weisen auf das Potenzial hin, durch Vitamin-D-Supplementierung und den Verzehr von mit Vitamin D angereicherten Lebensmitteln das Risiko von Krankenhausaufenthalten aufgrund von Atemwegsinfektionen verringern“, resümiert die Studienautorin Dr. Andrea Darling von der University of Surrey. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Abigail R. Bournot, Kathryn H. Hart, S. Johnsen, D.Ian Givens, Julie A. Lovegrove, José M. Ordóñez-Mena, Simon de Lusignan, David B. Bartlett, Susan A. Lanham-New, Andrea L. Darling: Association between serum 25-hydroxyvitamin D status and respiratory tract infections requiring hospital admission: unmatched case-control analysis of ethnic groups from the UK Biobank cohort; in: American Journal of Clinical Nutrition (veröffentlicht 21.01.2026), sciencedirect.com
- University of Surrey: Low vitamin D levels shown to raise risk of hospitalization with potentially fatal respiratory tract infections by 33% (veröffentlicht 21.01.2026), eurekalert.org
Wichtiger Hinweis:
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