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Demenz: Wie hilfreich ist Tanzen bei der Prävention?

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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19. März 2026
in News
Eine grafische Darstellung eines Herzens und eines Gehirns, die Hand in Hand spazieren gehen.
Nicht nur die Herz-Kreislauf-Gesundheit, auch das Gehirn profitiert vom Tanzen. (Bild: fabioberti.it/stock.adobe.com)
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Tanzen kann äußerst positive Effekte im Gehirn entfalten und scheint auch dem Abbau der kognitiven Fähigkeiten entgegenzuwirken. Bei älteren Erwachsenen mit ersten Anzeichen von Demenz könnte demnach ein Tanzkurs möglicherweise hilfreich sein.

Ein japanisches Forschungsteam hat die Auswirkungen des Tanzens bei älteren Erwachsenen mit subjektiv wahrgenommen kognitiven Beeinträchtigungen untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Innovation in Aging“ veröffentlicht.

Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte

  • Tanzen hat positive Effekte auf das Gehirn und könnte auch bei der Demenz-Prävention helfen.
  • So verbessern sich die Konnektivität im Gehirn und die spontane Hirnaktivität im Ruhezustand.
  • Direkte Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit sind allerdings nicht eindeutig belegt.
  • Insgesamt erscheint Tanzen dennoch als vielversprechende Option zur Stärkung des Gehirns.

Tanzen stärkt die Gesundheit

Dass Tanzen dank der komplexen Bewegungen und der sozialen Interaktion nicht nur der körperlichen Gesundheit, sondern auch dem psychischen Wohlbefinden zugutekommen kann, ist durch verschiedene frühere Studien bereits eindeutig belegt.

Beispielsweise kann Tanzen nachweisbar gegen Stress helfen und positive Effekte auf die mentale Gesundheit entfalten, wie eine in dem Fachmagazin „Psychology of Sport and Exercise“ veröffentlichte Studie zeigt.

Und eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 verdeutlicht, dass Tanzen in vielerlei Hinsicht positiv für die Gesundheit ist, wobei auch leichte Vorteile für die kognitiven Fähigkeiten und die Gehirngesundheit festgestellt wurden.

Kann Tanzen kognitive Abbau verhindern?

Die Wirkung des Tanzens in einem früheren Stadium des Abbaus kognitiver Fähigkeiten, bei dem Betroffenen zwar von Verschlechterungen des Gedächtnisses oder zunehmender Verwirrtheit berichten, Tests dies jedoch noch nicht bestätigen können, hat das Forschungsteam nun in einer klinischen Studie untersucht.

Hierfür wurden 44 Teilnehmendem mit „subjektivem kognitivem Abbau“ entweder einer Interventionsgruppe mit einem zwölfwöchigen Tanztraining oder einer Kontrollgruppe zugeteilt.

„Wir haben uns auf subjektivem kognitivem Abbau konzentriert, weil ein früheres Eingreifen im Hinblick auf die Demenzprävention wichtiger ist“, erklärt der Studienautor Dr. Masatoshi Yamashita von der University of Fukui.

Hierfür führten die Forschenden kognitive Tests durch und sie analysierten die Hirnaktivität der Teilnehmenden mit Hilfe funktioneller Magnetresonanztomographie. Zusätzlich bestimmten sie den Oxytocinspiegel, auch bekannt als Glückshormon.

Messbare Vorteile im Gehirn

Dabei zeigten die Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomographie eine signifikante Verbesserung der Konnektivität im Gehirn und eine erhöhte spontane Hirnaktivität im Ruhezustand bei den Teilnehmenden der Interventionsgruppe.

Auch beobachteten die Forschenden einen Anstieg der Oxytocin-Ausschüttung in der Tanzgruppe, allerdings konnten sie keine signifikanten Unterschiede bei der psychischen Gesundheit und den kognitiven Fähigkeiten zwischen den beiden Teilnehmergruppen feststellen.

Dass keine direkten Verbesserungen der kognitiven Leistungsfähigkeit auftraten, sei jedoch möglicherweise darauf zurückzuführen, dass die Teilnehmenden zu Beginn der Studie bereits relativ gut in den kognitiven Tests abschnitten, erläutern die Forschenden.

„Weitere Faktoren für die fehlenden Ergebnisse könnten die kognitive Belastung, die Intensität oder die Dauer des Tanzunterrichts sein“, ergänzt der Studienleiter Kaoru Sekiyama von der Kyoto University.

Ob Tanzunterricht tatsächlich zur Vorbeugung von Demenz beitragen kann, bleibt daher zwar weiterhin unklar, doch bestätigen die Studienergebnisse insgesamt die positiven Auswirkungen auf das Gehirn. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Kyoto University: Dance away cognitive decline (veröffentlicht 17.02.2026), eurekalert.org
  • Masatoshi Yamashita, Aya Toyoshima, Shoko Iwasaki, Reina Takamatsu, Hiroyuki Muto, Nobuhito Abe, Jin Narumoto, Kaoru Sekiyama: Effects of dance training on oxytocin secretion and neural activity in older adults with subjective cognitive decline; in: Innovation in Aging (veröffentlicht 14.11.2025), academic.oup.com
  • Sandra Klaperski-van der Wal, Jonathan Skinner, Jolanta Opacka-Juffry, Kristina Pfeffer: Dance and stress regulation: A multidisciplinary narrative review; in: Psychology of Sport and Exercise (veröffentlicht 22.02.2025), sciencedirect.com
  • Martha Waugh, Gregory Youdan Jr., Courtney Casale, Rachel Balaban, Emily S. Cross, et al.: The use of dance to improve the health and wellbeing of older adults: A global scoping review of research trials; in: PLOS One (veröffentlicht 22.10.2024), plos.org

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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