Die Ernährung hat wesentlichen Einfluss auf das Magenkrebs-Risiko. Dabei kann die sogenannte westliche Ernährung über verschiedene Wege das Erkrankungsrisiko deutlich erhöhen.
Inwiefern die westliche Ernährung die Wahrscheinlichkeit einer Magenkrebserkrankung beeinflusst, hat ein internationales Forschungsteam in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Nutrition Research“ veröffentlicht.
Ernährung beeinflusst das Krebsrisiko
Sowohl einzelne Lebensmittel als auch verschiedene Ernährungsweisen wurden in früheren Studien bereits mit Auswirkungen auf das Krebsrisiko in Zusammenhang gebracht, wobei dies in positiver und negativer Hinsicht gilt.
Beispielsweise berichteten Forschenden vor einigen Jahren in dem „International Journal of Cancer“, dass eine Ernährung mit viel Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren vor Krebs schützen kann. Hingegen belegt eine andere Forschungsarbeit, dass hochverarbeitete Lebensmittel das Risiko tödlicher Krebserkrankungen erhöhen.
Welche Rolle spielt die westliche Ernährung?
Die westliche Ernährung ist ihrerseits unter anderem gekennzeichnet durch einen hohen Anteil hochverarbeiteter Lebensmittel, rotes Fleisch, raffinierte Getreideprodukte und zugesetzten Zucker, erläutern die Forschenden.
Ob die westliche Ernährung bei Magenkrebs eine Rolle spielt, untersuchten die Fachleute nun anhand von 82 Personen mit neu diagnostiziertem Magenkrebs und 95 Kontrollpersonen. Hierfür wurde die Nahrungsaufnahme der Teilnehmenden mithilfe eines validierten Fragebogens erfasst.
Magenkrebs-Risiko deutlich erhöht
Dabei zeigte sich, dass eine stärkere Übereinstimmung mit den typischen Merkmalen der westlichen Ernährung mit einem signifikant erhöhten Risiko für Magenkrebs verbunden war, berichtet das Team.
Zudem war die westliche Ernährung laut den Fachleuten mit höheren Konzentrationen bestimmter Entzündungsmarker, höheren Werten des „ungesunden“ LDL-Cholesterins und niedrigeren Werten des „gesunden“ HDL-Cholesterins verbunden.
Insgesamt bestätigen die Studienergebnisse den negativen Einfluss der westlichen Ernährung auf das Magenkrebs-Risiko, wobei offenbar die Verstärkung von Entzündungen und oxidativem Stress sowie die ungünstigen Auswirkungen auf den Stoffwechsel eine wesentliche Rolle spielen. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Farhad Vahid, Saeid Doaei, Torsten Bohn: Westernized Diet is Related to Gastric Cancer Risk and Inflammation, Oxidative Stress, and Metabolic Dysregulation: Evidence from an Incidence Case-Control Study; in: Nutrition Research (veröffentlicht 15.09.2026), sciencedirect.com
- Yuchen Zhang, Yitang Sun, Suhang Song, Nikhil K. Khankari, J. Thomas Brenna, Ye Shen, Kaixiong Ye: Associations of plasma omega-6 and omega-3 fatty acids with overall and 19 site-specific cancers: A population-based cohort study in UK Biobank; in: International Journal of Cancer (veröffentlicht 17.10.2024), onlinelibrary.wiley.com
- Kiara Chang, Marc J. Gunter, Fernanda Rauber, Renata B. Levy, Inge Huybrechts, et al.: Ultra-processed food consumption, cancer risk and cancer mortality: a large-scale prospective analysis within the UK Biobank; in: eClinicalMedicine (veröffentlicht 31.01.2023), thelancet.com
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