Gegen Wespenstiche: So könnt ihr Wespen vertreiben

Nicht Anpusten: Hilfreiche Tipps zum Umgang mit Wespen

Kaum wird es warm, schwirren die Wespen wieder um uns her. Warme Zeit, ist Wespenzeit. Die Stiche von Wespen sind zwar meist eher harmlos, für Menschen mit einer Insektenstichallergie können diese aber gesundheitlich gefährlich werden. Ein Experte erklärt, wie man sich vor Wespen und damit auch vor Wespenstiche schützen kann.


Trockenheit und Hitze sorgen für ein gutes Wespenjahr

Das trockene Wetter der letzte Monate hat dafür gesorgt, dass es in diesem Sommer besonders viele Wespen gibt. Seit Anfang August machen sich die gelb-schwarzen Insekten verstärkt über Obstkuchen, Saft und Eis her. Der Genuss von süßen Speisen unter freiem Himmel kann daher schnell unangenehm werden. Allerdings ist die Begegnung mit den ungebetenen Gästen kein Grund zur Panik. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) gibt einige hilfreiche Tipps, wie man sich bei Wespenbesuch richtig verhält und sich effektiv vor Stichen schützen kann.

Wespen sind zwar nützliche Tiere, weil sie Blüten bestäuben, sie machen sich aber auch über süße Speisen im Garten her und können ganz schön lästig werden. Ein einfacher Trick kann dabei helfen, die Insekten auf natürliche Art zu vertreiben. (Bild: Ingo Bartussek/fotolia.com)

Wespenstiche können gefährlich werden

Wespenstiche sind nicht nur schmerzhaft, sondern können bei einer Allergie sogar zum Tode führen. Und auch bei Nicht-Allergikern können sie mitunter lebensgefährlich werden, etwa wenn sie im Mund- oder Rachenraum passieren.

Um Wespenstiche zu vermeiden, sollte man die Insekten möglichst von sich weg halten. Helfen kann dabei unter anderem ein mit Leitungswasser gefüllter Zerstäuber.

Wenn Wespen mit dem zerstäubten Wasser besprüht werden, denken sie, dass es anfängt zu regnen und flüchten daher in ihr Nest, erklärt LBV-Pressesprecher Markus Erlwein.

Ruhe bewahren und hektische Bewegungen vermeiden

Von bestimmten vermeintlichen Tricks, um Wespen fernzuhalten, rät der LBV ab. So sind etwa auf den Tisch gelegte Kupfermünzen nutzlos.

„Fangfallen oder Ablenkfutter haben sogar einen negativen Einfluss, da noch mehr Tiere angelockt werden“, erläutert der LBV-Sprecher.

„Besonders bei Gewitter oder zum Ende der Flugzeit steigt bei vielen Wespen die Aufdringlichkeit. Dann geht man ihnen am besten aus dem Weg.“

Klappt das nicht, ist es wichtig die Ruhe zu bewahren, wenn einem Wespen zu nahekommen. Hektische oder panische Bewegungen sollten in der Nähe der Insekten vermieden werden.

„Die Wespe auf keinen Fall wegpusten, denn das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffsstimmung“, erklärt Erlwein.

Wespen reagieren bei der Nahrungssuche ohnehin normalerweise nicht aggressiv. Sie wehren sich erst, wenn sie sich bedroht fühlen.

Einfache Verhaltensregeln

In der Mitteilung des LBV gibt es noch mehr einfache Verhaltensregeln, die dabei helfen, unliebsame Zwischenfälle zu vermeiden:

Beispielsweise sollten Lebensmittel und Getränke im Freien abgedeckt und alle Reste nach der Grillparty sofort wieder weggeräumt werden.

„Wichtig ist es auch, Kinder mit Strohhalm trinken zu lassen und ihnen nach dem Essen das Gesicht und die Hände abzuwischen, um die Wespen nicht anzulocken“, so Erlwein.

Wespen können zudem von Gerüchen wie duftendem Parfüm, Cremes und Holzmöbelpolitur angezogen werden. Aber auch bunt geblümte Kleidung hat für sie ihren Reiz. Weiterhin sollte man immer den Mülleimer und Kompost abgedeckt halten.

Fliegengitter oder eine Raumschleuse, wie zum Beispiel ein Vorhang nach der Eingangstüre, sind nützlich um Wespen aus Wohnung und Haus fernzuhalten.

Einfache Hausmittel haben sich bewährt

Doch manchmal werden auch all die guten Tipps nicht helfen und es stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn eine Wespe zugestochen hat?

Ist der Stachel noch zu sehen, sollte er vorsichtig mit der Pinzette rausgezogen werden. Danach die Körperstelle rund um den Stich mit kalte Umschlägen kühlen, damit die Schwellung schneller abklingt.

Bei Insektenstichen im Mund sind Eiswürfel zum Lutschen von Vorteil, damit die Atemwege nicht zuschwellen.

Als Hausmittel gegen Wespenstiche eignen sich zudem Zwiebeln oder Zitronenscheiben, die auf die betroffenen Stellen gelegt werden.

Experten empfehlen auch den eigenen Speichel, der auf dem Stich verrieben wird, ebenso wie Aloe Vera, frischen Spitzwegerich, Gewürznelkenöl, Wickel aus Tonerde und Essigwasser oder Kräuter aus dem Garten wie Petersilie oder Basilikum. (ad)

Immerzu Müde trotz genügend Schlaf? Das sind die häufigsten Ursachen!

Trotz ausreichendem Schlaf ständig müde

Wer nach mindestens acht Stunden Schlaf im Tagesverlauf wiederholt immerzu müde ist, sollte nach den Ursachen forschen. Denn die Hintergründe können ernsthaft sein.


Acht Stunden pro Nacht gelten immer noch als die gängige Empfehlung der Mediziner, wenn es um Schlaf geht. Es gibt aber Menschen, die gehen früh zu Bett, schlafen sogar zehn Stunden oder mehr, nur um sich am nächsten Morgen trotzdem ausgelaugt, erschöpft und müde zu fühlen. Passiert das regelmäßig, spricht man von einer „chronischen Müdigkeit“. Die zieht sich bis in den Tag hinein und deutet auf eine ernstere Ursache hin als „nur“ auf Schlafmangel. Folgende ernstzunehmende Krankheiten kommen als Grund für die bleierne Müdigkeit infrage.

Chronische Müdigkeit kann auf Nährstoffmangel hindeuten. (Bild:sebra/fotolia.com)

Eisenmangel

Wer sich ständig schlapp fühlt und einfach nicht richtig auf Touren kommt, sollte seinen Eisenwert überprüfen lassen. Chronische Müdigkeit kann darauf hinweisen, dass Sie zu wenig des lebenswichtigen Spurenelements im Blut haben. Die Folge: Die roten Blutzellen transportieren nicht mehr ausreichend Sauerstoff zwischen den Körperzellen. Besonders Frauen sind laut der Bundesärztekammer häufig von Eisenmangel betroffen.
Weitere Anzeichen sind:

Vitamin B12-Mangel

Auch bei einem Mangel an Vitamin B12 kommt es zu den oben genannten Beschwerden. Daher ist es schwierig, genau zu ermitteln, was dem Körper fehlt. Klären Sie deshalb beim Blutbild am besten sowohl den Eisen-, als auch Vitamin B12-Wert ab. Besonders viel Vitamin B12 ist in tierischen Nahrungsmitteln wie

  • Leber,
  • Hering,
  • Lachs,
  • Rindfleisch,
  • Milch und Milchprodukte,
  • Eiern

enthalten. Daher sind Vegetarier bzw. Veganer am häufigsten von einem Mangel betroffen.

Diabetes

Dauermüdigkeit und Erschöpfung können auch Hinweise auf eine beginnende Zuckerkrankheit sein. Der Körper ist aufgrund einer Insulinresistenz nicht mehr in der Lage, die Kohlenhadrate aus der Nahrung richtig zu verstoffwechseln und in Energie für die Körperzellen umzuwandeln. Besprechen Sie nach dem Blutbild also auch den Blutzuckerspiegel mit Ihrem Arzt!

Das Blutbild gibt Auskunft über Nährstoffmangel. (Bild: StudioLaMagica/fotolia.com)

Zu wenig Bewegung

Wer den ganzen Tag über im Büro vor dem Bildschirm sitzt und sich auch abends lieber aufs Sofa vor dem Fernseher setzt, anstatt sich sportlich zu betätigen, braucht sich nicht wundern, wenn er schlapp und träge wird. Es ist erwiesen, dass schon moderater Sport (vor allem an der frischen Luft) Erschöpfungszustände verringern und den Kreislauf wieder in Schwung bringen kann.

Zu wenig Flüssigkeit

Ärzte empfehlen Erwachsenen, anderthalb Liter Wasser pro Tag zu sich zu nehmen. Mehr noch, wenn Sie krank sind, viel Sport treiben oder hohen Außentemperaturen vorliegen. Schließlich können die Zellen im Körper nur richtig funktionieren und arbeiten, wenn sie auch mit genug Flüssigkeit versorgt werden.

Antihistaminika

Heuschnupfengeplagte kennen es – wenn die Pollen fliegen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als antiallergene Medikamente einzunehmen, um die Immunreaktion einzudämmen. Doch unglücklicherweise haben einige Antihistaminika den Nachteil, sehr schläfrig zu machen. Daher empfiehlt es sich, diese am besten abends vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Schilddrüsenunterfunktion

Wenn die Schilddrüse schlapp macht, ist der ganze Körper betroffen. Denn das unscheinbare Organ ist eine wichtige Hormonschaltzentrale, die nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch andere Prozesse im Körper steuert.
Bei einer Unterfunktion werden nicht mehr genug der Hormone Thyroxin und Trijodthyronin produziert, was sich negativ auf diverse andere Körperorgane auswirkt. Wenn die Erschöpfung auf Dauer besteht und weitere Symptome wie

  • Kälteempfindlichkeit,
  • Gewichtszunahme oder
  • Antriebslosigkeit

hinzukommen, ist ein Gang zum Arzt ratsam. (fs)

Diätstudie: Abnehmen mit negativ-kalorienhaltigen Lebensmitteln?

Negativ-kalorienhaltige Lebensmittel – Mythos oder Wahrheit?

Lebensmittel wie zum Beispiel Sellerie, sollen angeblich beim Verzehr mehr Kalorien verbrennen, als das Nahrungsmittel selbst eigentlich hat. Dieser Effekt entsteht dadurch, dass bei der Verdauung eine höhere Menge an Kalorien verbraucht wird, als das enthaltene Essen hergibt. Ist das ein Diät-Mythos oder ein probates Mittel zum Abnehmen, negativ-kalorienhaltige Lebensmittel zu essen.


Wissenschaftler der University of Alabama sind dem Mythos in einer aktuellen Studie nachgegangen. Ihre Ergebnisse wurden im englischsprachigem Fachjournal BioRxiv veröffentlicht.

Eine aktuelle Studie der University of Alabama hat gezeigt, dass der Mythos über negativ-kalorienhaltige Lebensmittel, auch nur ein Mythos bleibt. (Bild: tataks/fotolia.com)

Der Irrglaube faseriger Nahrungsmittel

Viele Diätassistenten vertreten die Theorie, dass faserige Nahrungsmittel wie zum Beispiel Sellerie, Salat, Grapefruit, Gurken und Broccoli mehr Kalorien bei der Verdauung verbrennen, als sie eigentlich haben.

Studie

Obwohl Experten dazu raten, diese Strategie zum Abnehmen zu verwenden, haben Forschende der University of Alabama nun anhand einer wissenschaftlichen tierexperimentellen Studie aufgeklärt, dass durch den Verzehr von Sellerie nicht mehr Kalorien verbrannt werden, als das eigentliche Nahrungsmittel tatsächlich hat. Negativ-kalorienhaltige Lebensmittel, die mehr Kalorien während der Verdauung verbrennen, als sie eigentlich liefern, bleiben demnach ein Mythos.

Vergangene Publikationen

In der Vergangenheit entlarvte die Academy of Nutrition & Dietics in einer Veröffentlichung über das Thema Stoffwechsel bereits die Idee von Nahrungsmitteln mit negativer Kalorienzufuhr. Grundsätzlich ist der Körper bei der Verdauung von Lebensmitteln ziemlich effizient. Tatsächlich verbrauchen Sie nur etwa 5 bis 15 Prozent Ihrer täglichen Kalorien, um Mahlzeiten zu verdauen. Sellerie zu essen bedeutet nicht, dass Sie dadurch in ein Kaloriendefizit geraten.

Fazit

Am Ende soll das Ergebnis der Studie nicht bedeuten, dass Sie keine faserigen Lebensmittel mehr verzehren sollten. Im Gegenteil, es bleibt eher empfehlenswert die Ernährung umzustellen und viel Obst und Gemüse zu integrieren. (fm)

Achtung Virus! Stewardess verlor im Flugzeug ihr Bewusstsein und liegt im Koma

Koma nach Masern-Infektion

Eine Flugbegleiterin, die sich auf einem Linienflug von Tel Aviv nach New York befand, verlor während des Flugs ihr Bewusstsein. Sie klagte kurz davor über Hautausschläge und Fieber. Das israelische Gesundheitsministerium geht davon aus, dass sich die Stewardess der El Al Airlines in Israel oder während des Fluges mit Masern-Viren infizierte. Noch immer liegt die Frau im Koma.


CNN berichtet, dass die 43-jährige Flugbegleiterin während des Flugs Fieber bekam und noch am selben Tag ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ärzte diagnostizierten bei der Patientin eine Enzephalitis, die sich entwickeln kann, wenn sich das Gehirn während der Phase des Hautausschlags infiziert. „Die Patientin liegt seit 10 Tagen im tiefen Koma und wir hoffen jetzt nur auf das Beste“, sagte der stellvertretende Generaldirektor des Ministeriums, Dr. Itamar Grotto, gegenüber CNN. Die Frau kann nicht alleine atmen und wird von einem Beatmungsgerät auf der Intensivstation des Meir Medical Center in Kfar Saba beim Atmen unterstützt.

Flugbegleiterin verlor während des Flugs ihr Bewusstsein. Schnell wurde klar, dass sie sich mit Masern-Viren infizierte. (Bild: Jag_cz/fotolia.com)

Das Ministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass ein mit Masern infizierter Passagier einen anderen Flug aus New York bestiegen hatte. „Der Flug von El Al 002 startete am 26. März 2019 vom Kennedy Airport in New York City und kam am 27. März in Israel an“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Die Sprecherin appellierte an die Passagiere und Flugbesatzung, sich bei auch nur geringen Erkrankungsanzeichen, in ein Krankenhaus zu begeben.

Laut CBS New York war ein Passagier nach Michigan gereist, wo er angeblich das Virus auf 38 weitere Menschen verteilte. Auch hier werden alle Mitreisende gebeten, sich an einen Arzt zu wenden- auch wenn keine Symptome auftreten.

„Das Gesundheitsministerium betonte, dass selbst nur bei einem Verdacht alle die sich an Bord befanden, dieses sofort Ihren Hausarzt anrufen müssen. Der Aufenthalt in öffentlichen Räumen wie Schulen, Bussen, Einkaufszentren usw, sollte vermieden werden“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.

Hochansteckende Infektion

Masern sind eine hochansteckende Krankheit. Laut dem Gesundheitsamt führt der Kontakt von nicht immunisierten Personen mit dem Virus mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu einer Erkrankung. Ausgenommen sind Personen, die geimpft sind oder selbst schon einmal an Masern erkrankt waren.

Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen die Erreger in die Luft und können selbst über einige Meter Entfernung die Krankheit weitergeben. Der Aufenthalt in einem Raum kann ausreichend sein, wobei die Dauer des Kontaktes keine Rolle spielt. In der Regel sterben die Viren in der Luft nach ein paar Stunden ab.

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Typischer Hautausschlag bildet sich nach vier bis sieben Tagen

Die Erkrankung beginnt meist mit hohem Fieber, Husten, Schnupfen, Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen-Bindehaut, sowie weißen kalkspritzerartigen Flecken an der Mundschleimhaut. Nach drei bis sieben Tagen bildet sich der typische Hautausschlag, der hinter den Ohren und im Gesicht beginnt, sich dann über den ganzen Körper ausbreitet und vier bis sieben Tage bestehen bleibt.

Der Ausschlag ist fleckig, knotig und ineinander fließend; Hand- und Fußsohlen bleiben in der Regel verschont, mit der Zeit werden die roten Flecken dunkler.

Zwangsimpfungen angeordnet

In New York City wurde nun wegen eines Masernausbruchs in einer ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde ein Notfall für die öffentliche Gesundheit ausgerufen. In der Nachbarschaft wurden durch die Behörden sogar Zwangsimpfungen angeordnet.

Seit September 2018 haben sich rund 250 Menschen in dem New Yorker Stadtteil mit Masern infiziert, weshalb der Bürgermeister des Bezirks eine sogenannte „Masernkrise“ ausrief. In diesem Zuge wurde eine Anordnung erlassen, die alle Personen in der Nachbarschaft dazu auffordert, sich impfen zu lassen, sofern sie noch nicht gegen Masern geimpft sind. Dazu gehören auch Kinder, die älter als 6 Monate alt sind. (sb)

Herzstillstand – Unseren Tod können wir laut Studie Live erleben!

Das erleben wir, wenn wir einen Herzstillstand erlitten haben

Wer wissen, wenn wir tot sind, da das Gehirn noch eine ganze Weile weiter arbeitet, auch wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen. Das jedenfalls zeigen aktuelle Forschungsarbeiten, über die wir bereits berichteten. Die Debatte über das, was nach dem Tod passiert, wird seit Tausenden von Jahren in der Wissenschaft, Religion und Philosophie geführt. Dank der Fortschritte in der Medizin, können Wissenschaftler jetzt ein klareres Bild über das was nach dem Ableben passiert, zeichnen. Einer dieser Wissenschaftler ist der renommierte Mediziner Dr. med. Sam Parnia. Er ist Leiter der kardiopulmonalen Reanimationsstation und Assistenzprofessor an der Stony Brook University School of Medicine in New York.


Beweise für das Erleben nach dem klinischen Tod gefunden

Dr. Sam Parnia glaubt, dass er Beweise dafür gefunden hat, dass Menschen wissen, wann sie tot sind. In einer Fallstudie mit 140 Menschen, die einen Herzstillstand überlebt hatten, spürten viele das Gefühl des Todes und wussten, was um sie herum geschieht.

Wir spüren, wenn wir sterben und erleben unsere Umwelt. (Bild: sdecoret/fotolia.com)

Der Mediziner beschreibt es so: „Die Menschen werden beim Ableben sehen, wie die Ärzte und Krankenschwestern um sie herum arbeiten, sie werden wissen, dass sie sich der Gespräche und visuellen Umgebung bewusst sind.“ Bei der Studie zeigte sich, dass „Überlebende eines Herzstillstands an kognitiven Defiziten einschließlich posttraumatischer Belastungsstörung (PTSD) litten. Unklar ist aber, ob die Belastungsstörung mit den psychischen Erfahrungen und dem Bewusstsein während der Reanimation zusammenhängen. “Das breite Spektrum an mentalen Erfahrungen und das Bewusstsein, das mit CPR verbunden ist, wurde bislang noch nicht systematisch untersucht“, so der Mediziner.

Erinnerung nach dem Herzstillstand

Die 140 befragten Studienteilnehmer zeigten in 46 Prozent der Fällen Erinnerungen an geistige/mentale Ereignisse nach dem „Tod“. Diese waren Angst; Tiere / Pflanzen; helles Licht; Gewalt / Verfolgung; Deja-Vu; Familie; Ereignisse nach Herzstillstand.

Zwei Prozent „beschrieben das Bewusstsein mit expliziter Erinnerung an das“ Sehen „und“ Anhören „der tatsächlichen Ereignisse im Zusammenhang mit ihrer Wiederbelebung. Nachweisbar konnten sich einige Probanden an die Zeit des klinischen Todes erinnern und hatten bis zu 2 Minuten nach dem Herzstillstand Erinnerungen, die sie nach der Wiederbelebung wieder abrufen konnten.

Helles Licht und Erinnerungen an Verstorbene die rufen

Dr. Parnia sagte kürzlich zu „Oz Talk“ im US-TV: Die Menschen beschreiben ein Gefühl eines hellen, warmen und einladenden Lichts. „Sie beschreiben das Gefühl, ihre verstorbenen Angehörigen zu erleben, fast so, als würden sie sie willkommen heißen. Sie sagen oft, dass sie in vielen Fällen nicht zurückkommen wollten, es sei so bequem und wie ein Magnet, der sie anzieht, so dass sie nicht zurückkommen wollten.

Viele würden es als ein Gefühl der Trennung beschreiben. Sie würden aus sich heraus kommen und die Ärzte und Krankenschwestern beobachten, wie sie hektisch versuchten, den Organismus zu reanimieren. Für diese Reaktionen des Körpers gebe es wissenschaftliche Erklärungen, so der Arzt. Es sei demnach kein Beweis für das Leben nach dem Tod, sondern es sei das Gehirn, dass sich als eine Art Überlebenskampf selbst scannt.

Dank moderner Technologie und Wissenschaft sagt Parnia: „Der Tod muss sich nicht auf Philosophie und Religion beschränken, sondern kann durch die Wissenschaft erforscht werden“. Weitere Studien zu diesem Thema hat der Experte angekündigt. (sb)

US-Studie: Schlank sein durch Cannabis-Konsum?

Leiden Marihuana-Konsumenten weniger an Übergewicht

Es besteht vielfach der Eindruck, dass Cannabis-Konsumenten selten an Übergewicht leiden. Ein Forschungsteam der amerikanischen Michigan State University ist der Frage nun in einer aktuellen Studie nachgegangen. Wiegen Cannabis – oder Marihuana-Konsumenten tatsächlich weniger als Menschen, die es nicht konsumieren?


Die im International Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie widerspricht der Überzeugung, dass Marihuana-Nutzer, die einen erhöhten Verzehr an Süßigkeiten haben, letztendlich an Gewicht zunehmen werden.

In einer aktuellen Studie der amerikanischen Michigan State University wurde der Frage nachgegangen, ob der dauerhafte Konsum von Marihuana Einfluss auf die Gewichtszunahme hat. (Bild: nokturnal/fotolia.com)

Zeitraum der Studie

„Über einen Zeitraum von drei Jahren zeigten alle Teilnehmer eine Gewichtszunahme, aber interessanterweise hatten diejenigen, die Marihuana verwendeten, im Vergleich zu denjenigen, die noch nie Marihuana konsumiert haben, eine geringere Gewichtszunahme“, sagt Omayma Alshaarawy, Hauptautorin der Studie. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass neue und dauerhafte Konsumenten insgesamt weniger übergewichtig oder fettleibig sind.

Daten von über 30.000 Probanden ausgewertet

Die Forschenden verwendeten Daten aus Umfragen zu Alkohol und anderen Suchtmitteln, untersuchten den Body-Mass-Index (BMI) von allen 33.000 Teilnehmenden im Alter von 18 Jahren und älter und verglichen die Zahlen.

„Ein durchschnittlicher Unterschied von einem Kilo scheint nicht besonders viel zu sein, aber wir fanden ihn bei mehr als 30.000 Menschen mit unterschiedlichem Verhalten“, so Alshaarawy.

Wirkt sich Marihuana auf das Gewicht aus? Alshaarawy weist darauf hin, dass dies immer noch relativ unklar bleibe. „Es könnte der Cannabis-Konsum selbst sein, der die Reaktion bestimmter Zellen oder Rezeptoren im Körper verändert und letztendlich die Gewichtszunahme beeinflussen kann. Es muss aber noch mehr geforscht werden.“ Alshaarawy weist ausdrücklich darauf hin, dass Marihuana nicht als Diäthilfe betrachtet werden sollte!

Fazit

„Es gibt zu viele gesundheitliche Bedenken hinsichtlich des Cannabis-Konsums, welche bei weitem die positiven aber bescheidenen Auswirkungen auf die Gewichtszunahme überschatten“, sagt Alshaarawy. „Die Menschen sollten es nicht als eine Möglichkeit betrachten, Gewicht zu halten oder sogar abzunehmen.“ (fm)

Rückruf: Aldi ruft beliebte Wurstspezialität wegen Listerien zurück!

Großer Rückruf wegen krankmachender Bakterien

Der Discounter Aldi Nord hat einen Rückruf gestartet, da eine beliebte Wurst-Spezialität mit Listerien kontaminiert war. Aldi warnt auf seiner Internetseite vor dem Verzehr der Wurst, da dieser für Konsumenten lebensbedrohliche Folgen haben kann.


Betroffenes Produkt

Aldi Nord hat das betroffene Produkt sofort aus dem Verkauf genommen:

„Bauernschmaus“ – „Frühstücksfleisch-Aufschnitt, 125 g“
mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.04.2019 der Gmyrek Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG“

Der Frühstücksfleisch-Aufschnitt „Bauernschmaus“ in der 125 Gramm Packung mit dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum 28.04.2019 wird wegen gesundheitsgefährdenden Bakterien zurückgerufen. (Bild: Aldi Nord)

Listerien in Wurstware gefunden

Im Rahmen einer Eigenkontrolle hat der Hersteller in einer Probe des oben genannten Aufschnitts Listerien nachgewiesen. Listerien können grippeähnliche Symptome mit Fieber und Durchfall auslösen. Bei Kleinkindern sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem können infolge des Verzehrs lebensbedrohliche Erkrankungen auftreten („Listeriose“).

Rückgabe

Das Betroffene Produkt kann in allen Aldi-Nord-Filialen zurückgegeben werden und der Kaufpreis wird natürlich zurückerstattet.

Schwangere sind besonders gefährdet

Fast die Hälfte aller Listeriose-Fälle betreffen Schwangere, da sich das Immunsystem während einer Schwangerschaft verändert und es so anfälliger für die Bakterien wird. Die Listerien können außerdem auf das ungeborene Kind übertragen werden und so im schlimmsten Fall zu einer Früh- oder Totgeburt führen.

Listeriose ist in Deutschland meldepflichtig

Listeriose gehört in Deutschland zu den meldepflichtigen Krankheiten. Wer das betroffene Produkt verzehrt hat und im Anschluss die hier beschriebenen Symptome oder ein generelles Unwohlsein verspürt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und auf eine mögliche Listeriose hinweisen. Da die Erreger noch Wochen nach der Erkrankung im Darm verbleiben, ist eine besondere Hygiene der Sanitäranlagen ratsam, um eine weitere Verbreitung zu vermeiden.

Keine eindeutigen Symptome

Man findet die Erreger bei der Diagnostik meist in der Leber, den Mandeln oder im Verdauungstrakt. Insofern man nicht zu einer der Risikogruppen gehört, wird der Erreger meist mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Der Erreger kann dann auch im Magen- und Darmtrakt existieren und keinerlei offensichtliche Beschwerden verursachen. Es können grippeähnliche Symptomen auftreten und bei Hautkontakt mit kontaminierten Lebensmitteln kann es auf der Haut zu Reaktionen in Form von Pusteln kommen. Durchfall und Erbrechen können ebenfalls zu den Symptomen hinzukommen. Neuere Studien haben gezeigt, dass Fieber und allergische Reaktionen auch bei Menschen mit intaktem Immunsystem nach der Aufnahme von Listeriosebakterien auftreten können. Diese Symptome halten circa zwei Tage an. Die Bakterien werden mit dem Stuhlgang über einen Zeitraum von mehreren Monaten ausgeschieden. Deshalb ist im Falle einer Listeriose Hygiene im Sanitärbereich von besonderer Bedeutung.

Bei Menschen mit einem sehr geschwächten Immunsystem kann es infolge einer Listeriose zu gefährlichen Folgeerkrankungen kommen wie einer Gehirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung. (fm)

Gesundheit: Diese Fehler machen wir alle beim Haarewaschen

Tipps für die richtige Haarpflege

Was soll man schon bei der täglichen Haarwäsche verkehrt machen? Wer macht sich schon Gedanken darüber, welche gesundheitlichen Schäden durch die falsche Haarpflege geschehen können? Dabei ist eine richtige Pflege überhaupt nicht schwer, wenn man weiß, wie es geht. Beachtet deshalb folgende Punkte:


Nur lauwarmes Wasser nutzen!

Morgens eine heiße Dusche mit ausgiebiger Haarwäsche: So starten viele Menschen in den Tag. Doch wer nicht aufpasst, kann dadurch Haare und Kopfhaut langfristig schädigen. Wichtig ist es daher, nur lauwarmes Wasser zu nutzen, denn zu große Hitze trocknet aus und hat glanzlose, stumpfe und brüchige Harre zur Folge. Auch der Fön sollte nicht zu heiß eingestellt sein und außerdem mit einigem Abstand vom Kopf weg gehalten werden, um Strukturschäden zu vermeiden.

Beim Haarewaschen werden oft viele Fehler gemacht. Bild: michaelheim – fotolia

Pflegespülung nur in die Haarlängen und Spitzen einmassieren

Vor der Wäsche empfiehlt es sich, die Haare noch einmal durchzukämmen. Denn dadurch kann sich das Shampoo besser auf dem Kopf verteilen und auch eine anschließende Spülung oder Kur kann besser vom Haar aufgenommen werden. Zudem gilt hier das Sprichwort „Weniger ist mehr“: Statt Mengen von Pflegemitteln im gesamten Haar zu verteilen, reicht normalerweise ein etwa walnussgroßer Klecks Shampoo, der vor allem in den Haaransatz und die Kopfhaut einmassiert wird. Die Pflegespülung sollte hingegen nur in den unteren Längen und Spitzen zum Einsatz kommen, da sie im Ansatz angewendet das Haar schneller fetten lässt.

Shampoo unbedingt sorgfältig ausspülen

Wichtig ist ein sorgfältiges Ausspülen der Pflegeprodukte, damit keine Rückstände zurück bleiben, die dem Haar und der Kopfhaut unnötig schaden könnten. Nach der Wäsche sollte darauf geachtet werden, die Haare nicht kraftvoll mit dem Handtuch trocknen zu reiben, da Verknotungen oder sogar Haarbruch entstehen können. Stattdessen ist es ratsam, dass restliche Wasser nur vorsichtig mit den Händen oder einem Frottee-Tuch heraus zu drücken. Anschließens sollte das Haar am besten an der Luft getrocknet werden.

Generell empfehlen Experten für eine gesunde Kopfhaut, die Haare nicht zu oft zu waschen. Denn wer täglich zur Shampoo-Flasche greift, riskiert ungewollte Reaktionen der Talgdrüsen, da die Pflegeprodukte der Kopfhaut viel Fett entziehen und der natürliche Schutzmantel der Kopfhaut angegriffen wird. In der Folge trocken die Haare oft aus und es entstehen weitere Beschwerden wie juckende Haut und Schuppenbildung.

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Warum Menschen auf Fußsohlen und Handflächen keine Haare haben
Darum ist die regelmäßige Schamhaarentfernung ein Gesundheitsrisiko

Zinkreiche Lebensmittel können bei Haarproblemen helfen

Ist dies der Fall können häufig schon einfache Hausmittel gegen Schuppen helfen, das Problem wieder in den Griff zu kriegen. Je nach dem, ob es sich um trockene oder fettige Schuppen handelt, kommt hier z.B. eine Packung aus Joghurt oder eine Kur aus Brennnesseln in Betracht. Zudem kann eine zinkreiche Ernährung (z.B. durch Seefisch, Sonnenblumenkerne und Linsen) helfen, die Talgdrüsenproduktion wieder ins Gleichgewicht zu bringen und die Kopfhaut gesund zu halten. (nr)

Studie: Ingwer hat auch Einfluss auf moralische Bewertungen

Ingwer kann die moralischen Reaktionen von Menschen beeinflussen

Ingwer wurde letztes Jahr zur Heilpflanze 2018 gekürt, dass sagt ja schon viel über die Wunderknolle aus. Kürzlich haben aber Forschende in einer kanadischen Studie gezeigt, dass die Knolle noch viel mehr zu bieten hat: Sie hat auch Einfluss auf unsere moralischen Entscheidungen.


Einfluss auf moralische Reaktionen

Ingwer ist nicht nur äußerst gesund, sondern kann auch beim Abnehmen helfen. Doch die Knolle hat noch wesentlich mehr Auswirkungen auf den Menschen. Forscher der University of British Columbia in Vancouver (Kanada) haben festgestellt, dass Ingwer auch Einfluss auf unsere moralischen Reaktionen haben kann. Die Ergebnisse der Wissenschaftler wurden in dem Fachblatt „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht.

Einer Studie zufolge kann Ingwer einen Einfluss auf unsere moralischen Entscheidungen haben. (Bild: Natika/fotolia.com)

Gesunde Knolle

Es ist lange bekannt, dass Ingwer gesund ist und auch gegen Schmerzen und Krankheiten hilft. So wirkt Ingwer lindernd bei Regelschmerzen. Selbst in der Krebstherapie kommt Ingwer manchmal zum Einsatz.

Der Deutschen Krebshilfe zufolge hat die Wurzel eine überzeugende Wirkung gegen die mit einer Chemotherapie verbundenen Magenbeschwerden sowie gegen Übelkeit und Erbrechen.

Zudem wirkt Ingwer effektiv bei Erkältungskrankheiten.

Und auch als Hausmittel bei Völlegefühl ist die Knolle beliebt. Außrdem wirkt sie bei Verdauungsproblemen, Durchfall und zahlreichen anderen Beschwerden.

In der Naturheilkunde wird die Wurzel schon seit längerem gegen hohe Blutfettwerte eingesetzt. Und darüber hinaus wirkt Ingwer entzündungshemmend und kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken.

Selbst schlechter Atem lässt sich mit Ingwer bekämpfen.

Auswirkungen auf die menschliche Psyche

Doch Ingwer hat auch Auswirkungen auf unsere Psyche, wie die kanadischen Wissenschaftler nun feststellten.

Wie auf dem Portal „Psychology Today“ berichtet wird, fand das Forschungsteam um Professor Jessica Tracy von der University of British Columbia heraus, dass die Hemmung von Ekel die Missbilligung bestimmter moralischer Verstöße verringert. Eingedämmt haben sie den Ekel mit Ingwer.

Studienteilnehmende mussten ekelhafte Bilder bewerten

Um zu ihren Ergebnissen zu gelangen, teilten die Forschenden die Studienteilnehmenden in zwei Gruppen ein. Die Probanden der einen Gruppe nahmen Ingwer-Pillen ein, die anderen schluckten Placebos, ohne jeweils zu wissen, welche Tabletten sie bekamen.

Nach 40 Minuten, in denen der Ingwer wirken konnte, sahen die Teilnehmenden einige ekelhafte Bilder, die zum Beispiel Erbrochenes zeigten, und bewerteten diese auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht angewidert) bis 7 (sehr angewidert).

Laut „Psychology Today“ gab es bei den sehr abstoßenden Bildern zwar keine unterschiedliche Bewertung der Teilnehmenden, doch die mäßig ekelhaften Aufnahmen wurden von den Probanden der Ingwer-Gruppe im Vergleich zu denen, die ein Placebo genommen hatten, als weniger abstoßend bewertet.

Moralische Konfliktsituationen beurteilen

In einem zweiten Themenkomplex sollten die Teilnehmenden moralische Konfliktsituationen beurteilen.

Bei mäßig schweren Szenarien wie der Geschichte über einen Mann, der eine aufblasbare Sexpuppe bestellt, die wie seine Sekretärin aussieht, zeigten Menschen, die Ingwer konsumierten, weniger Ablehnung und Abscheu als diejenigen, die ein Placebo genommen hatten.

Als es jedoch um einen Mann ging, der seinen überfahrenen Hund gegessen hat, da er neugierig war, wie Hundefleisch schmeckt, hatte Ingwer keinen Einfluss auf das moralische Urteil. Es scheint, dass Ingwer die Abscheu bei gemäßigten, aber nicht schweren Szenarien reduziert.

Die Studie legt also nahe, dass Ingwer auch moralische Abscheu beeinflusst – bis zu einem gewissen Punkt. Und dies hat Einfluss auf das Treffen von Entscheidungen. (ad)

Diese Probiotika wirken erfolgreich gegen Stress

Studie belegt positive Wirkung von Probiotika gegen Stress

Probiotika werden mit einer Vielzahl positiver gesundheitlicher Effekte in Zusammenhang gebracht, von einer Förderung der Verdauung bis hin zur Linderung von Bluthochdruck. In einer aktuellen Studie wurde nun auch eine positive Wirkung des Probiotikums Bifidobacterium longum (B. longum 1714TM) auf die Stressverarbeitung nachgewiesen.


Ein Forschungsteam des Universitätsklinikums Tübingen hat die Wirkung des Probiotikums vom Typ Bifidobacterium longum (B. longum 1714TM) auf die Stressverarbeitung untersucht und dabei die Resultate früherer tierexperimenteller Studien bestätigt. Ihre Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „The American Journal of Gastroenterology“ veröffentlicht.

Stress kann eine Vielzahl negativer Effekte haben, aber ein spezielles Probiotikum verbessert nachweislich die Stressverarbeitung. (Bild: REDPIXEL/fotolia.com)

Hinweise aus früheren Studien

In früheren Studien hatten sich bereits Hinweise darauf ergeben, dass „Probiotika sowohl die Stressverarbeitung verbessern als auch gesunden Menschen den Umgang mit Stressbelastung erleichtern“ können, berichtet das Forschungsteam um die Tübinger Professoren Paul Enck (Psychosomatik) und Christoph Braun (MEG-Zentrum) in einer Pressemitteilung des Universitätsklinikums Tübingen.

Was sind Probiotika?

Probiotika sind lebende Bakterien, denen bei Einnahme gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Diese werden erreicht, indem die nützlichen Bakterien „gemeinsam mit den anderen im menschlichen Körper, vor allem im Darm angesiedelten Bakterien unter anderem verdauungsförderliche Maßnahmen unterstützen und Vitamine produzieren“, erläutern die Forschenden. Es existieren dabei zahlreiche unterschiedliche Probiotika, denen verschiedenste Effekte zugeschrieben werden – allerdings sind diese oftmals nicht hinreichend wissenschaftlich belegt.

Stresstest unter Beobachtung

In der aktuellen Studie untersuchten die Forschenden nun das Probiotikum B. longum 1714TM, welches von der Firma Alimentary Health Ltd. Cork, Ireland entwickelt und zur Verfügung gestellt wurde. Insgesamt 40 gesunden Probanden wurde für einen Zeitraum von für vier Wochen in einem Doppelblind-Versuch täglich entweder das Probiotikum oder ein Placebo verabreicht. Die Stressverarbeitung der Teilnehmenden wurde vor und nach der vierwöchigen Einnahme untersucht. Hierfür wurden die Probanden einem sozialen Stressor ausgesetzt, „der mithilfe eines virtuellen Ballspiels am Computer erzeugt wurde, bei dem sich der Proband mit zwei Gegenspielern im Wechsel einen Ball zuwarf“, erläutern die Forschenden.

Gehirnaktivität gemessen

Die Stressbelastung wurde im Verlauf der Spiels erhöht, indem die Teilnehmenden zunehmend aus der Gruppe ausgeschlossen wurden, um ein Gefühl der Isolation auszulösen, was sich in diesem Fall wie Alltagsstress auswirkte. Während des Tests wurde die Hirnaktivität im Magnetenzephalographen (MEG) untersucht. So konnte die Aktivierung des Gehirns vor und nach vier Wochen der Einnahme sowie zwischen den Probanden, die Probiotikum oder Placebo erhielten, verglichen werden.

Erhöhte Vitalität und reduzierte mentale Ermüdung

Die Auswertung der Untersuchungsergebnisse machte deutlich, dass das Probiotikum Änderungen in den mit der Stressregulation in Verbindung stehenden Hirnregionen erzeugen kann, berichten die Forschenden. Im Vergleich zur Hirnaktivität nach Placeboeinnahme habe „die Aktivität vor dem Spiel sowie unter der Belastung des Stressors erhöhte Vitalität und reduzierte mentale Ermüdung“ aufgewiesen. Dies sei ein Hinweis auf eine „verbesserte Anpassung (Coping) an Belastungssituationen und Gegenregulation bei negativen Emotionen.“

Objektive Bewertungsgrundlage

Erstmals zeigen die jetzt veröffentlichten Studienergebnisse, „dass ein Probiotikum positiven Einfluss auf soziale Stresssituationen im Sinne einer besseren Stressbewältigung ausübt, indem es die zentrale Verarbeitung von Stressreizen verändert“, berichtet das Forschungsteam. Diese Aussage gelte allerdings nur für das untersuchte Probiotikum und können nicht auf alle Probiotika übertragen werden. Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen die zumeist auf subjektiven Einschätzungen oder psychologischen Tests beruhten, liefere die aktuelle Studie eine objektive Bewertungsgrundlage anhand der Gehirnaktivität. (fp)