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Bier fördert wirklich einen Bierbauch?

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
12. September 2015
in News
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Expertin erklärt, wie schnell Bier zu einem dicken Bauch führt
Wer viel Bier trinkt, bekommt einen Bierbauch. So lautet eine häufige Annahme, die zwar zunächst etwas simpel klingt, offenbar aber gar nicht so weit hergeholt ist. Denn eine dicke „Plautze“ und ein Glas Pils in der Hand, ist tatsächlich keine ungewöhnliche Kombination. Aber lässt sich das auch ernährungswissenschaftlich belegen? Die Expertin Angela Altenburg klärt auf.

Gelegentliches Glas Bier macht noch nicht dick
„Trink nicht so viel Bier, sonst hast Du bald einen richtigen Bierbauch!“ Viele Menschen gehen davon aus, dass regelmäßiges Bier trinken das Risiko erhöht, dick zu werden. Doch stimmt diese Annahme? „Ja“, sagt Angela Altenburg, Diätassistentin an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der Medizinischen Hochschule Hannover im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „dpa“.

Zusätzliches Essen durch appetitanregende Wirkung
Doch „natürlich ist immer alles eine Frage der Dosis, und gelegentlich ein Bier macht sicher noch keine Bierwampe“, ergänzt die Expertin. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass schon ein Glas einen recht hohen Nährwert hat: „Ein kleines Bier, also 0,3 Liter, liefert bereits ungefähr 125 Kalorien”, so Altenburg. Und dabei bleibe es meist nicht, denn „Bier wirkt außerdem appetitanregend, deshalb wird häufig mehr und eventuell eher fettiges und damit kalorienreicheres Essen zusätzlich verzehrt.”

Erhöhtes Risiko für Diabetes durch viszerales Bauchfett
Wer hin und wieder gerne mal ein Bier trinkt, dadurch aber nicht zunehmen möchte, könne alternativ die alkoholfreien Variante wählen. Denn wird z.B. statt zu normalem Weizenbier zum alkoholfreien gegriffen, können rund 40 Prozent Kalorien eingespart werden. Eine sinnvolle Überlegung, denn ein Bierbauch ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch gefährlich werden. Denn das viszerale Bauchfett sendet Entzündungsstoffe aus, durch welche unter anderem Fettstoffwechselstörungen und Diabetes entstehen können. Zudem treten Bluthochdruck, ein Herzinfarkt, Schlaganfall und Arteriosklerose häufiger bei Menschen mit dicken Bäuchen auf. (nr)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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