COVID-19: Lange anhaltende Erschöpfung nach der Erkrankung

Müdigkeit und Erschöpfung sollen laut einer Studie eine recht häufige Folge überstandener COVID-19-Erkrankungen sein. (Bild: Philipimage/stock.adobe.com)

Studie: Anhaltende Erschöpfung als Corona-Folge

Mittlerweile ist bekannt, dass bei der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Krankheit COVID-19 nicht nur die Lunge, sondern auch mehrere weitere Organe betroffen sein können. Zudem gibt es immer mehr Wissen darüber, wie die Langzeitfolgen nach überstandener Erkrankung aussehen. Nun wird berichtet, dass es bei vielen auch zu anhaltender Müdigkeit und Erschöpfung kommt.

Die meisten Symptome von COVID-19 sind mittlerweile klar definiert. Irische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben jetzt untersucht, wie es Patientinnen und Patienten nach der Erkrankung ergeht – und welche Langzeitfolgen es gibt.

Frauen häufiger betroffen als Männer

Einer kleinen Studie zufolge könnte anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung eine recht häufige Folge überstandener COVID-19-Erkrankungen sein. Frauen seien dabei häufiger betroffen als Männer, berichten Forschende um Liam Townsend vom Trinity College in der irischen Hauptstadt Dublin.

Von 128 einbezogenen Patientinnen und Patienten fühlten sich demnach etwas mehr als die Hälfte nach der Genesung noch für Wochen abgeschlagen. Ein Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung war nicht erkennbar, wie das Team im Vorfeld einer Konferenz zu Corona-Themen mitteilte.

Plädoyer für genauere Untersuchungen

Die Teilnehmenden waren nach im Mittel zehn Wochen nach der Genesung in die Analyse einbezogen worden. 67 Prozent aller Probandinnen und Probanden mit Ermüdungssyndrom waren weiblich.

Häufiger betroffen waren zudem Menschen, bei denen früher Angstzustände oder Depressionen diagnostiziert worden waren. Von 61 Teilnehmenden ohne andauernde Abgeschlagenheit hatte nur einer bereits eine solche psychische Störung. Von 67 Personen mit anhaltender Müdigkeit hatten neun zuvor Angstzustände oder Depressionen.

Die Teilnehmenden waren im Durchschnitt 50 Jahre alt. Zusammenhänge etwa mit Entzündungswerten im Blut schlossen die Fachleute aus. Sie plädieren dafür, das Phänomen genauer zu untersuchen. Die Forschenden wollten ihre Ergebnisse auf einer Online-Konferenz zum Coronavirus präsentieren, die vom 23. bis 25. September stattfindet. (ad; Quelle: dpa)

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