Bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen können Vitamin D und Intervallfasten (intermittierendes Fasten) einen signifikanten therapeutischen Beitrag leisten. Beide Interventionen scheinen deutliche Verbesserungen der Leberwerte zu ermöglichen und weiteren Verschlechterungen der Lebergesundheit vorzubeugen.
Forschende der Mansoura University in Ägypten haben die therapeutische Wirkung von Vitamin D und intermittierendem Fasten auf nichtalkoholische Fettlebererkrankungen untersucht und die vielversprechenden Ergebnisse in dem Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlicht.
Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte
- Wirkung von Vitamin D und intermittierendem Fasten bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen untersucht.
- Sowohl Vitamin D als auch intermittierendes Fasten bewirkten bei Ratten signifikante Verbesserungen der Leberwerte.
- Gleichzeitig sanken die Triglyceridwerte und das „ungesunde“ LDL-Cholesterin, während das gesunde HDL-Cholesterin stieg.
- Auch Biomarker für oxidativen Stress und Entzündungsprozesse wurden signifikant reduziert.
- Vitamin D und intermittierendes Fasten erscheinen insgesamt als vielversprechende Ansätze zur Behandlung nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen.
Fettleber ein wachsendes Problem
Die nichtalkoholischen Steatohepatitis ist eine weit verbreitete Stoffwechselstörung und durch Leberverfettung, Entzündungen und einen gestörten Lipidstoffwechsel gekennzeichnet, erläutern die Forschenden. Sie bilde heute die weltweit häufigste chronische Lebererkrankung.
Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung werden dabei als wesentliche Risikofaktoren betrachtet und entsprechend liegen hier auch Schwerpunkte der Therapie. Bewegungsprogramme und Ernährungsinterventionen sind vielversprechende Ansätze zur Stärkung der Lebergesundheit.
Unter den Ernährungsinterventionen erscheint Intervallfasten dabei als besonders vielversprechender Ansatz. So berichteten Forschende erst kürzlich in dem Fachjournal „Molecular and Cellular Endocrinology“, wie hilfreich Intervallfasten bei Fettlebererkrankungen ist und dass sowohl tageweises Fasten (wie 5:2-Intervallfasten) als auch zeitlich begrenzte Nahrungsaufnahme (z. B. 8 Stunden essen, 16 Stunden fasten) helfen können.
Anderseits wurde Vitamin-D-Mangel in früheren Studien bereits in Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Fettlebererkrankungen gebracht und das Vitamin hat zudem entzündungshemmende und insulin-sensibilisierende Eigenschaften, erläutert das ägyptische Forschungsteam.
Welche Wirkung haben Vitamin D & Intervallfasten?
Welche Wirkung zu intermittierendem Fasten und Vitamin D bei nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen entfalten können, überprüften die Fachleute nun in Untersuchungen an Ratten, die durch eine zwölfwöchige fett- und fruktosereiche Ernährung eine Fettleber entwickelten.
Anschließend erhielt eine Gruppe der Tiere über vier Wochen alle zwei Tage Injektionen von Vitamin D (fünf Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht) und eine andere absolvierte über vier Wochen eine Form des Intervallfastens (24 Stunden Nahrungsaufnahme, 24 Stunden Fasten).
Dabei überprüften die Forschenden unter anderem die Wirkung auf verschiedene Leberwerte, den Cholesterinspiegel, die Blutzuckerwerte und bestimmte Marker für Entzündungen und oxidativen Stress.
Deutliche Verbesserungen erreicht
Sowohl die Vitamin-D-Injektionen als auch das Intervallfasten verbesserte die Leberwerte signifikant und reduzierten zum Beispiel die Alanin-Aminotransferase und die Aspartat-Aminotransferase, berichtet das Team.
Ebenso seien die Triglyceride und das „ungesunde“ LDL-Cholesterin in beiden Gruppen gesunken, während die Werte des gesunden HDL-Cholesterins stiegen. Daneben sanken laut den Fachleuten auch die Marker für oxidativen Stress und über verschiedene Signalwege wurden Entzündungen gehemmt.
Vielversprechende therapeutische Wirkung
Insgesamt zeigten intermittierendes Fasten und Vitamin D in der Studie signifikante leberschützende Wirkungen, indem sie Stoffwechselparameter verbesserten, die antioxidative Kapazität erhöhten und Entzündungssignale abschwächten.
Damit bieten Vitamin D und intermittierendes Fasten vielversprechendes Potenzial als komplementäre, nicht-pharmakologische Strategien zur Behandlung von nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen, resümieren die Forschenden. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.
- Ola Mohammed Youssef, Amira Osman, Ahmed El-Sayed Nour El-Deen, Dalia H. El-Kashef, Salma M. Eraky, Dina Abdalla Arida: Therapeutic effects of vitamin D and intermittent fasting on metabolic associated steatotic liver disease in rats; in: Scientific Reports (veröffentlicht 03.02.2026), nature.com
- Jasper Okoro Godwin Elechi, Carolina Ramos de Mendonça, Vitor Carlos de Araújo Bandeira, Maria Surama Pereira Da Silva, Ana Paula Rocha de Melo, Rubem Carlos Araujo Guedes, Sandro Massao Hirabara, Erika Cione, Diogo Antonio Alves de Vasconcelos: Exploring recent insights on intermittent fasting in regulating glucocorticoid levels and diet-induced metabolic disorders with focus on MAFLD and hepatic outcomes; in Molecular and Cellular Endocrinology (veröffentlicht 17.01.2026), sciencedirect.com
Wichtiger Hinweis:
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