Joghurt mit Schokolade: Geheimtipp bei Schlafstörungen

Sebastian Bertram

Joghurt und Schokolade helfen gegen Schlafstörungen

Laut aktuellen Studien leidet jeder Zweit einmal oder mehrmals im Leben an Schlafstörungen. Für manche Menschen sind Einschlafstörungen sogar ein Dauerproblem. Eine simple Mixtur kann dabei helfen, wohlig einzuschlafen.

Ein simpler Tipp kann dabei helfen, besser einzuschlafen. (Bild: Rido/fotolia.com)

Joghurt und Schokolade wirken wie Milch mit Honig

Doch nun hat die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) noch einen neuen Tipp: Demnach würde ein Becher Magerjoghurt und im Anschluss ein Stück Schokolade beruhigend wirken und dadurch bei Einschlafproblemen helfen. Denn diese Kombination habe den gleichen Effekt wie eine Tasse warme Milch mit Honig. Wirksam könne diese Methode laut der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft jedoch nur sein, wenn spätestens 15 Minuten nach dem Verzehr auch tatsächlich zu Bett gegangen werden würde – denn „sonst verpufft die Wirkung wieder“, so die LVBM.

Beruhigende Wirkung durch Inhaltsstoffe der Milch

Die Erklärung für die beruhigende Wirkung von Joghurt und Schokolade finde sich laut der LVBM in der Milch: Denn diese enthalte den Eiweißbaustein Tryptophan, welcher der Grundstoff für die Herstellung des Hormons Serotonin sei. Und „je höher der Serotoninspiegel, desto ruhiger und entspannter fühlt man sich und schläft leichter ein“, so die Landesvereinigung weiter. Doch der Körper könne diesen Eiweißbaustein nicht selbst herstellen, daher sei der LVBM nach Eiweiß notwendig: „Nach dem Genuss eiweißreicher Mahlzeiten strömt der Eiweißbaustein ins Blut und wird ins Gehirn transportiert, wo er in Serotonin umgewandelt wird.“

Allerdings finden sich in der Milch noch weitere Eiweißbausteine, die nicht beruhigend, sondern im Gegenteilig eher anregend wirken können. Dieses Entgegenwirken kann jedoch Schokolade bzw. Honig, denn beide enthalten Zucker und dieser „sorgt dafür, dass die meisten Eiweißbausteine, mit Ausnahme des Tryptophans, in den Muskeln eingelagert werden“. (sb)