Käse-Rückruf erweitert: Listerien in weiteren Sorten gefunden (Update vom 04.07.19)

Verschiedene Weichkäsesorten

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Update: Käse-Rückruf wurde ausgeweitet

Zusätzlich zu den unten angegebenen Sorten ruft der belgische Hersteller Damse Kaasmakerij nun seinen Bio-Käse zurück. Auch in diesem Produkt wurden gesundheitsgefährdende Bakterien vom Typ Listeria monocytogenes entdeckt. Diese Erreger können die Krankheit Listeriose hervorrufen, die für manche Menschen lebensgefährlich sein kann.


Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um den Weichkäse „Damse Mokke groß BE-BIO-02“ mit der Lot-Nummer 190528 und den Mindesthaltbarkeitsdaten 22. Juli 2019 und 23. Juli 2019. Die genauen Orte des Verkauf wurden bislang nicht genannt. Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wurde der Käse in den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen vertrieben. Erst kürzlich rief der belgische Hersteller weitere Käse-Produkte zurück:

Weichkäse-Rückruf: Krankmachende Listerien in Brie festgestellt

Der belgische Käsehersteller Damse Kaasmakerij hat einen Rückruf für verschiedene Weichkäsesorten gestartet. Nach Angaben des Unternehmens könnten die Produkte mit Listerien verunreinigt sein. Diese Bakterien können unter anderem zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Listerien in Käse nachgewiesen

Der Käseproduzent Damse Kaasmakerij aus Belgien ruft verschiedene Käsesorten zurück, die im ganzen Bundesgebiet verkauft wurden. Der Grund für den Rückruf: Es wurden Listerien nachgewiesen. Wie aus einem Aushang, der auf dem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht wurde, hervorgeht, handelt es sich bei den zurückgerufenen Produkten um zwei Weichkäse.

Verschiedene Weichkäsesorten
Der Käseproduzent Damse Kaasmakerij aus Belgien ruft verschiedene Weichkäsesorten zurück. Die Produkte könnten mit gesundheitsgefährdenden Listerien verunreinigt sein. (Bild Printemps/fotolia.com)

Betroffene Produkte sollen nicht verzehrt werden

Betroffen von dem Rückruf sind demnach der Kräuterbrie mit der Los-Kennzeichnung Lot 190523 und dem MHD 17/07/2019 sowie der Pfefferbrie mit der Los-Kennzeichnung Lot 190523 und den MHDs 11/07/2019, 17/07/2019, 22/07/2019 sowie 23/07/2019.

Den Angaben zufolge wurde der Brie zwischen dem 6. Juni 2019 und dem 26. Juni 2019 in ganz Deutschland verkauft.

Die Artikel sollen in die Läden zurückgebracht werden. Der Kaufpreis wird zurückerstattet.

Der Käsehersteller „bittet seine Kunden, dieses Produkt nicht zu konsumieren und es zu der Verkaufsstelle, wo sie es gekauft haben, zurückzubringen“, heißt es in dem Produktrückruf.

Tödliche Verläufe möglich

Listerien sind Bakterien, die beim Menschen eine sogenannte „Listeriose“ auslösen können.

„Die Listeriose tritt zwar selten auf, nimmt aber oft einen schweren Verlauf, der stationärer Behandlung bedarf und mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden ist“, erklärt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf ihrer Webseite.

„Die Symptome bei infizierten Menschen variieren und reichen von leichten grippeartigen Symptomen, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, bis hin zu schweren Infektionen, beispielsweise Hirnhautentzündung, sowie anderen potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen“, so die Experten.

Laut der EFSA gehören Ältere, Schwangere, Neugeborene sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu den Personengruppen, die für Listeria-Infektionen anfälliger sind. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen: