Käse-Rückruf wegen gesundheitsgefährdenden Listerien

Die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH & Co. KG ruft einen Weichkäse zurück, weil darin Listerien festgestellt wurden. Verkauft wurde der Käse in Rewe-Märkten in vier Bundesländern. (Bild: art_rich/stock.adobe.com)

Rückruf bei Rewe: Weichkäse mit Listerien belastet

Das Unternehmen Rotkäppchen Peter Jülich GmbH & Co. KG hat einen Rückruf für den Käse „Rügener Badejunge Der Sahnige 60 % Fett i.Tr.“ gestartet. In dem bei Rewe verkauften Weichkäse wurden gesundheitsgefährdende Listerien festgestellt. Diese Bakterien können die Krankheit „Listeriose“ hervorrufen.

Laut einer Mitteilung, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „lebensmittelwarnung.de” veröffentlicht hat, wurde in einer Probe des Käses „Rügener Badejunge Der Sahnige 60 % Fett i.Tr.“, 150g (Folienverpackung), mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 03.01.2020, EAN-Code: 40508429 eine Belastung mit Listerien (Listeria monocytogenes) festgestellt. „Von dem Verzehr des betroffenen Produktes wird dringend abgeraten“, schreibt das Unternehmen.

In vier Bundesländern verkauft

Den Angaben zufolge wurde der Camembert ausschließlich in Rewe-Märkten in den Bundesländern Thüringen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt verkauft. Der Käse kann im jeweiligen Markt zurückgegeben werden; der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Beim Verzehr kann es zu einer gesundheitlichen Schädigung kommen

„Beim Verzehr der betroffenen Produkte besteht die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung“, warnt die Firma. Listerien sind Bakterien, die die Krankheit „Listeriose“ verursachen können. Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektion in den meisten Fällen unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall, erläutert das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Bei bestimmten Risikogruppen wie immungeschwächten oder älteren Personen sowie Kindern kommen manchmal schwere, teils tödlich verlaufende Formen der Listeriose vor.

Wie die Vereine für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) auf ihrer Webseite erläutert, zeigen schwangere Frauen in der Regel keine oder lediglich grippeähnliche Symptome. Doch sie können die Infektion an den Fötus weitergeben. „Möglicherweise tritt eine Früh- oder Todgeburt ein oder das Kind kommt mit einer lebensgefährlichen angeborenen Listeriose zur Welt“, heißt es dort weiter. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Jetzt anzeigen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alfred Domke
Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.