Multiple Sklerose: Wirkstoff der Schafsgabe mindert Schübe

Die Carstens Stiftung berichtet von einer iranischen Studie, die die Effekte eines Extraktes aus der Schafgarbe auf Anfallshäufigkeit und Auftreten von Hirnläsionen bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) untersuchte. Beides lässt sich offensichtlich durch die Einnahme des pflanzlichen Extrakts reduzieren.

Kräuter können die Gesundheit stärken (Bild: eflstudioart/fotolia.com)

Das in der Schubphase von Patienten mit MS auftretende entzündliche Geschehen führt zu Läsionen im Hirn- oder Rückenmarksbereich. Standardmäßig werden die Patienten mit einer immunmodulierenden Therapie behandelt, um weitere neurologische Schäden zu vermeiden. Nicht immer führt diese Therapie zum Erfolg.

Iranische Wissenschaftler haben nun untersucht, ob eine pflanzliche Therapie unter Verwendung eines Extrakts aus der Schafgarbe (Achillea millefolium) parallel zur Standardtherapie deren Wirksamkeit erhöhen kann. Die Studie lief über ein Jahr. Für die Studie wurden 75 Patienten mit remittierender Multipler Sklerose randomisiert auf drei Gruppen aufgeteilt. Die Probanden der ersten Gruppe erhielten 250 mg/Tag Achillea-Extrakt, die der zweiten Gruppe 500 mg/Tag Achillea-Extrakt und die dritte Gruppe Placebo.

Der Achillea-Extrakt enthielt sowohl 0,28 mg/g Luteolin als auch 1,58 mg/g Apigenin.

Durchschnittlich litten die Probanden der beiden Verum-Gruppen signifikant weniger unter Rezidiven. Auch die Zeit bis zum ersten Schub war in den Verum-Gruppen länger als in der Placebogruppe. Der höher dosierte Extrakt senkte das Rezidivrisiko und das Volumen der auftretenden Läsionen signifikant im Vergleich zur niedrigeren Dosierung und dem Placebo-Präparat. Bei den Ergebnissen der neuropsychologischen Untersuchungen schnitten die Achillea-Extrakte ebenfalls besser ab als Placebo. Das galt auch für kognitive Leistungen sowie die Bewältigung exekutiver Funktionen (z.B. strategische Handlungsplanung). Außerdem litten die Probanden in den Verum-Gruppen weniger unter depressiven Verstimmungen. Quelle. Carstens Stiftung