Rückruf: Erstickungsgefahren durch Apfelstiele in Müsli und Keksen von Alnatura

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Apfelstiele im Kindermüsli und in Kinderkeksen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie der Hersteller Alnatura warnen derzeit vor einem Müsli sowie vor Keksen für Kleinkinder. Offenbar sind in das Produkt Teile von Apfelstielen gelangt, an denen sich die Kinder verschlucken können.


Aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes ruft der Hersteller Alnatura zwei Kindernahrungsprodukte zurück. Wie Alnatura mitteilt, wurde die Ware bereits aus dem Verkauf genommen. Betroffen sind die Produkte:

  • Alnatura Kinder-Bircher-Müsli (ab 1 Jahr) mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 11. Oktober 2019 und 02.November 2019
  • Alnatura Müslikekse (ab 15. Monat) mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04. September 2019
Dieses Müsli mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 11. Oktober 2019 und 02. November 2019 sowie diese Kekse mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04. September 2019 werden zurückgerufen. (Bild: www.alnatura.de/de-de/magazin/alnatura-aktuell/kinder-birchermuesli-2019-02)

Haben Sie einen betroffenen Artikel gekauft?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist laut Hersteller auf dem Boden der Verpackung zu finden. Andere Alnatura Artikel seien nicht betroffen. „Kundinnen und Kunden, die eine Packung mit einem der oben genannten Mindesthaltbarkeitsdaten zu Hause haben, können diese zurückbringen und erhalten Ersatz“, schreibt der Hersteller in einer Kundeninformation.

Wo werden Alnatura-Produkte vertrieben?

Wo genau das Müsli und die Kekse verkauft wurden, lässt der Hersteller allerdings offen. Alnatura verkauft seine Produkte Online und in einer eigenen Supermarktkette, vertreibt aber ebenso seine Artikel über andere Drogerien und Supermärkte, darunter auch große Ketten wie EDEKA und Rossmann.

Welche Gefahren gehen von Fremdkörpern in Kleinkindernahrung aus?

Gerade Babys und Kleinkinder verschlucken sich sehr schnell beim Essen. Laut dem Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte neigen Säuglinge und Kleinkinder dazu, Kleinteile zu verschlucken. Im besten Fall gelangen die Fremdkörper über den Magen-Darm-Trakt wieder hinaus und richten keinen Schaden an. Die Fremdkörper können aber auch eingeatmet werden und zu Atemproblemen oder Atemnot führen. Im schlimmsten Fall droht akute Erstickungsgefahr und es müssen sofort Rettungsmaßnahmen durchgeführt werden. Auch wenn keine sofortigen Atembeschwerden auftreten, können sich die Fremdkörper in der Lunge festsetzen und nach einigen Tagen eine Bronchitis anstoßen. (vb)