Rückruf: Listerien im Käse – Händler ruft Schnittkäse wegen gefährlichen Bakterien zurück

Käsetheke mit verschiedenen Käsesorten

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Käse-Rückruf wegen Listerien – Vom Verzehr wird dringend abgeraten

Die Firma Jürgen Würth Lebensmittelgroßhandel e.K. hat einen Rückruf für Schnittkäse aus Frankreich gestartet. Laut dem Unternehmen wurden in dem Käse gesundheitsgefährdende Listerien festgestellt. Vom Verzehr wird dringend abgeraten.


Aufgrund einer bestehenden Gesundheitsgefahr durch Listerien ruft der fränkische Käsegroßhändler Jürgen Würth französischen Schnittkäse zurück. Betroffen von dem Rückruf sind alle Chargen der Sorte „Tomme d’Alsace fett“ sowie alle Chargen der Sorte „Tomme d’Alsace mager natur“ des Herstellers „Ferme Durr/ Biolacte“.

Käsetheke mit verschiedenen Käsesorten
Der fränkische Käsegroßhändler Jürgen Würth ruft französischen Schnittkäse zurück, weil darin gesundheitsgefährdende Listerien festgestellt wurden. (Bild: Uwe/fotolia.com)

Bundesweit in Bioläden verkauft

Laut einer Verbraucherinformation, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht hat, wurde der Käse in geringen Mengen bundesweit über Käsetheken verschiedener Bioläden verkauft. Den Angaben zufolge wurden sowohl in Produkten des Herstellers „Ferme Durr/ Biolacte“ als auch in der Produktionsstätte Listeria monocytogenes festgestellt. „Von einem Verzehr ist unbedingt abzuraten“, heißt es in der Verbraucherinformation. Und: „Verbraucher, die dieses Produkt gekauft haben, werden gebeten, das Lebensmittel umgehend zu entsorgen oder sich an die Verkaufsstelle zu wenden, an der sie den Käse bezogen haben. Der Kaufpreis wird erstattet.“

Besondere Gefahr für Schwangere

Listerien sind Bakterien, die beim Menschen eine sogenannte „Listeriose“ hervorrufen können. Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) können insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Bei Schwangeren kann – sogar ohne Symptome – das ungeborene Kind geschädigt werden.

Personen, die dieses Lebensmittel verzehrt haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen. „Schwangere, die dieses Lebensmittel gegessen haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben und sich beraten lassen“, heißt es in der Verbraucherinformation. Für andere Personen ohne Symptome ist dies aber nicht sinnvoll. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen:
  • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Wichtige Verbraucherinformation, (Abruf: 14.09.2019), lebensmittelwarnung.de
  • Bundesinstitut für Risikobewertung: Listeriose: Selten, aber gefährlich für Alte, Schwangere und Personen mit verminderter Immunabwehr, (Abruf: 14.09.2019), Bundesinstitut für Risikobewertung

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.