VTEC-Brechdurchfall: Rückrufaktion für Eisbergsalat bei Edeka und Marktkauf wegen gefährlicher Keime

Sebastian Bertram

Rückruf von Eisbergsalat wegen Bakterien

Bei Edeka und Marktkauf werden aktuell Eisbergsalate aus dem Handel zurück gezogen. Wie es offiziell heißt, würde der Salat aufgrund des vorbeugenden Verbraucherschutzes des Gemüserings Stuttgart GmbH (Stuttgart/BW) zurückgerufen. Bei einer Untersuchung wurden auf einem Salat mit der Bezeichnung „GUT&GÜNSTIG“ VTEC-Bakterien nachgewiesen. Die Supermarktketten wiesen allerdings darauf hin, dass der Eisbergsalat des speziellen Produzenten ausschließlich in Baden-Württemberg bei Edeka und Marktkauf angeboten wurde. Vorsicht ist geboten, da das Bakterium zu schweren Erkrankungen führen kann. Daher sollten Verbraucher den Rückruf ernst nehmen.


Eisbergsalat sollte nicht verzehrt werden

Die Supermarktkette berichtet, man habe „umgehend reagiert und die Ware sofort aus dem Verkauf genommen“. Kunden, die bereits den Salat erworben haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückbringen. Vom Verzehren wird aus gesundheitlichen Gründen dringend abgeraten. Verbraucherfragen beantwortet der Kundenservice der Gemüsering Stuttgart GmbH unter der E-Mail qm(at)gemuesering.de. Andere Produkte des Herstellers seien nicht betroffen, wie man in einer Erklärung versichert.

Achtung: Rückrufaktion von Eisbergsalat in Baden-Württemberg bei Edeka und Marktkauf. Bild: rdnzl – fotolia

Infektion kann zu Durchfall und Erbrechen führen

Die entdeckten Bakterien können vor allem für Immungeschwächte Personen, Schwangere, Kinder und Senioren gefährlich werden. Oft verläuft einen Vero-Toxin produzierenden E. coli (VTEC) Infektion symptomfrei. In anderen Fällen tritt nach einer Inkubationszeit von typischerweise drei bis vier Tagen eine Gastroenteritis (Im Volksmund „Magen-Darm-Grippe“ genannt). Diese ist mit Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie körperliche Schwäche verbunden.

Schwere Verläufe möglich

In schweren Fällen kann sich auch eine enterohämorrhagischen Colitis (Darmentzündung) entwickeln. Bei 10 bis 20 % der betroffenen Patienten entwickelt sich eine hämorrhagische Kolitis mit blutigem Stuhl und teilweise Fieber.

Bei 5 bis 10 % der Infizierten, kann es in Folge zu einem gefährlichem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) kommen. Vor allem Kleinkinder sind von einer derartigen Komplikation betroffen. Im Verlauf kann es zu akutem Nierenversagen (keine Harnbildung), Blutarmut, verminderter Anzahl an Blutplättchen, Hautblutungen und neurologischen Veränderungen kommen.

Daher ist der Verzehr- auch wenn nur in einer Probe das Bakterium gefunden wurde, dringend abgeraten. Weitere Fragen werden durch den Hersteller und den betroffenen Supermärkten Edeka und Marktkauf beantwortet. (sb)