Baker- Zyste
Baker- Zyste
Die Baker- Zyste, oder auch Popliteal- Zyste genannt, ist eine durch Flüsskeit verursachte Vorwölbung in der Kniekehle (Poplitea).
Sie entsteht im Rahmen von Knieerkrankungen (Kniebinnenerkrankungen) und oftmals parallel zu Knieschmerzen, wenn der Körper das Mehr an Flüssigkeit, zum Beispiel durch eine chronische Entzündung, nicht mehr abzutransportieren vermag.
Der erhöhte Druck durch die viele Flüssigkeit im Gelenk führt irgendwann zum Nachgeben des Gewebes, welches natürlich dann an der weichsten Stelle nachgeben muss und ausbeult. Das ist an der Rückseite in der Kniekehle. Meist mittig zwischen dem zweiköpfigen Wadenmuskel (M. Gastrocnemius) und einem Kniebeuger, dem M. Semimembranosus, die sich in der Kniekehle treffen.
Teilweise können die Zysten Schmerzen oder ein Spannungs- oder Fremdkörpergefühl in der Kniekehle verursachen, das bis in den hinteren Oberschenkel oder die Wade ziehen kann. Zum Teil kann es dann Probleme beim Beugen oder Strecken des Knies in der Kniekehle machen.
Gefährlich kann es werden, wenn die Zyste platzt. Da zwischen den Faszien in der Wade nicht viel Platz ist und hier die Gefässe durchlaufen, können sie durch die Flüssgkeit abgedrückt werden. Dies kann zu einem Kompartment- Syndrom führen, bei dem durch das Abklemmen sogar Strukturen absterben können. Therapeutisch ist es natürlich wichtig die Ursache für den erhöhten Druck im Knie zu beseitigen. Häufig kommen Baker- Zysten im Rahmen von Läsionen der Menisken vor oder im Rahmen von starken arthrotischen Prozessen oder rheumatischen Erkrankungen, wie z.B. der Rheumatoiden Arthritis oder chronischer Polyarthritis.
Benannt wurde die Baker- Zyste nach dem Londoner Chirurgen William Morrant Baker ( 1839 – 1896), der sie als Erster beschrieb. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie, 25. 01. 2010)
