Akupunkturstudie: Elektroakupunktur hilft bei Stressinkontinenz

Sebastian
Im renommierten Fachjournal JAMA ist eine Studie erschienen, die zeigt, dass Elektroakupunktur bei Frauen mit Stressinkontinenz erfolgreich ist. Die Elektroakupunktur-Behandlung konnte die Zahl der Episoden mit unwillkürlichem Urinabgang und die Urinmenge senken.

Elektroakupunktur kann Schmerzen lindern. Bild: thingamajiggs – fotolia

Die Wissenschaftler aus China verglichen Elektroakupunktur und Scheinakupunktur an 504 Frauen mit einer Stress-Inkontinenz. Dazu teilten sie die Probandinnen zwei Gruppen zu (je 252 Frauen), die jeweils verteilt über 6 Wochen insgesamt 18 Behandlungen erhielten. Die Verum-Gruppe wurde mit Elektroakupunktur therapiert, die Kontrollgruppe nur an Sham-Punkten, ohne dass die Nadeln in die Haut gestochen wurden.

Genadelt wurden in der Verum-Gruppe bilateral die Punkte Zhongliao (BL33) und Huiyang (BL35) und die Nadeln wurden 30 Minuten mit 50 Hz-Wechselstrom in einer Intensität von 1 bis 5 mA stimuliert, bis sich das De-Qi-Gefühl („Erreichen oder Ankommen des Chi“) einstellte.

Es zeigte sich, dass im Vorlagen-Test aufgefangene Harnmenge bei der Verum-Gruppe signifikant um 9,9 Gramm zurückging, gegenüber 2,6 Gramm unter der Schein-Elektroakupunktur.

Auch die Zahl der Inkontinenz-Episoden besserte sich. In den Wochen 1 bis 6 waren es bei den Frauen aus der Elektroakupunktur-Gruppe im Durchschnitt 1,0 Episoden weniger als in der Scheinakupunktur-Gruppe. In den Wochen 15 bis 18 war der Unterschied auf 2,0 Episoden und in den Wochen 27 bis 30 auf 2,1 Episoden angestiegen. Die Studie finden Sie hier. (Bund Deutscher Heilpraktiker)