Achtung: Die Ambrosia Pollen blühen

Sebastian

Die hoch allergene Pflanze Ambrosia blüht wieder.

(30.08.2010) Das weltweit stärkste Pollen-Allergen, die Ambrosia Pflanze, blüht wieder. Kommunen und Landräte rufen deshalb Gartenbesitzer und Landwirte dazu auf, die Ambrosia-Pflanze wirkungsvoll zu bekämpfen.

Die Ambrosia ist nicht nur für Allergie Geplagte eine große Gefahr, sondern kann auch bei Menschen Allergien auslösen, die bislang unter keinen Symptomen litten. Die einjährige Pflanze Ambrosia bildet nur unscheinbare Blüten aus, deshalb bleibt sie trotz der durchschnittlichen Höhe von 1,50 Meter zumeist unbemerkt. Die Ambrosia produziert rund eine Milliarden Pollen. Doch schon zehn Pollen pro Kubikmeter Luft können extreme allergische Reaktionen bei Menschen auslösen. Denn der Allergen Gehalt ist größer als alle Pollen Pflanzen wie Gräser oder Gehölze zusammen.

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Die Ambrosia löst bei Allergiker massive Symptome wie eine ständig laufende Nase, Atemnot, Husten, Asthma, Augenschwellungen, Kopfschmerzen und andere Heuschnupfenbeschwerden aus. Das Tückische: Die Ambrosia fängt erst dann richtig an zu blühen, wenn andere allergene Pflanzen schon wieder aufhören.

In Deutschland sind in den Bundesländern Baden- Württemberg, Bayern und Hessen und in Brandenburgs Niederlausitz die meisten Ambrosia Pflanzen zu finden. Die Kommunen haben bereits Programme aufgelegt, um die Pflanze effektiv zu bekämpfen. Die Beifuß-Ambrosie wird sehr häufig mit dem Gemeinen Beifuß oder dem Weißen Gänsefuß verwechselt. Besondere Kennzeichen der Ambrosie sind beidseitig fliederartigen grünen Blätter, die rötlichen, behaarten Stängel und der gelbe, Ähren-artige Blütenstand am Triebende.

Die Ambrosia-Pflanze sollte unbedingt mit Handschuhe entfernt werden. Dabei sollte ein Mundschutz getragen werden. Ein direkter Körperkontakt muss unbedingt vermieden werden, da eine Berührung mit der Pflanzen schon Hautreizungen auslösen kann. Die Pflanze muss mit der gesamten Wurzel gezogen und zudem nicht im normalen Biomüll entsorgt werden. Danach die Pflanzen nicht auf den Kompost verbringen, sondern in den Hausmüll. (sb)

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Bild: Oliver Haja / pixelio.de