Ambrosia: Weltweit stärkstes Pollenallergen

Thorsten Fischer

Ambrosia: Weltweit stärkstes Pollenallergen.

(09.07.2010) In vielen Medienberichten wird vor der Pflanze Ambrosia (Taubenkraut), gewarnt. Die Pollenkörner der Pflanze, die eigentlich aus Nordamerika stammt, sollen ab Ende Juli bei Allergikern massive Symptome wie eine ständig laufende Nase, Atemnot, Husten, Asthma, Augenschwellungen, Kopfschmerzen und andere Heuschnupfenbeschwerden bis in den Winter hinein, auslösen können.

Gewarnt wird nun in einzelnen Städten, wie in Berlin, vor Großbaustellen, die große Teile Erde umdeponieren und so die Pflanze, die ähnlich wie der als Unkraut geltende, und bei uns heimische, Beifuß aussieht, weiter verbreiten könnten.

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Mittlerweile gibt es ein Aktionsprogramm und in Berlin schon seit 2009 sogenannte „Ambrosia- Scouts“, die Ambrosia- Pflanzen als mögliche Gefahrenquellen aufspüren und bekämpfen sollen. Dabei tragen sie Handschuhe und Mundschutz und die Pflanzen sollen auch nicht in den „normalen“ Biomüll, sondern extra mit dem Hausmüll verbrannt werden. Als zusätzliche Maßnahme werden Seitenränder und Seitenstreifen von Strassen öfter abgemäht werden.

Die Ambrosiapflanzen sollen schon vor ihrer Blütezeit, die Ende Juli beginnt, zusammen mit der Wurzel ausgerissen werden. Denn eine einzige Ambrosiapflanze soll fast eine Milliarde allergieauslösende Pollenkörner absondern können und die können sich über den Wind teilweise bis zu bis zu 100 Kilometer von ihrem Entstehungsort verbreiten. Schuld an der schnellen Verbeitung der Ambrosia soll auch die Klimaerwärmung und Eingriffe des Menschen in die natürliche Vegetation sein.

Die Ambrosia- Pflanze wurde vermutlich als Inhalt von Futtermitteln (z.B.Vogelfutter) und Saatgut oder im Erdreich durch den mittlerweile weltweiten Handel zu uns eingeschleppt. Ursprünglich kommt sie aus Nordamerika. In Ungarn, Italien und Frankreich hat sie sich schon massiv ausgebreitet. In Deutschland sind nach Medienberichten in den Bundesländern Baden- Württemberg, Bayern und Hessen und in Brandenburgs Niederlausitz die meisten Pflanzen zu finden. Berlin, das an sechster Stelle liegt, hat sogar schon einen Ambrosiaatlas eingerichtet, wo Bürger Ambrosiapflanzen eintragen können. Eine Ambrosia gehört zu den sogenannten Korbblütlern und kann bis zu zwei Meter hoch wachsen. In der Naturheilkunde wurde sie von den amerikanischen Indianern als Tee, Salbe oder roh gegen Verletzungen, Entzündungen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen und Schmerzen eingesetzt. (tf)

Bild: Oliver Haja / pixelio.de.