Arzneimittel Nebenwirkungen steigen im Alter

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Nebenwirkungen steigen im fortgeschrittenen Alter

Wie der Deutsche Apothekerverband mitteilte, steigen Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen von Medikamenten im höheren Alter. Besonders gefährdet sind nach Angaben des Verbandes ältere Frauen, die über eine geringes Körpergewicht verfügen. Durch ein geringes Körpergewicht steigt automatisch die Wirksamkeit der Arzneimittel und damit das Risiko einer Überdosierung.

Der Bundesverband der Deutschen Apothekerverbände warnte heute in Berlin vor steigenden Wechselwirkungen von Arzneimitteln im höheren Alter. Frauen die über ein geringes Körpergewicht verfügen, seien besonders betroffen, wie es hieß. Wiegen die Frauen wenig, steigt auch das Risiko einer Überdosierung. Erhebliche Nebenwirkungen können beispielsweise bei Arzneimitteln gegen Schlafstörungen, Schmerzen oder Depressionen auftreten. Als Ursache nannte der Verband, dass Menschen im Rentenalter vermehrt unterschiedliche Medikamente einnehmen. Sogenannte Wechselwirkungen seien dann kaum zu verhindern, wie der Verband mitteilte.

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Patienten sollten ihrem Apotheker und Arzt genau darüber informieren, welche Medikamente derzeit eingenommen werden. Wichtig ist zudem, auch vermeintlich „harmlose“ Mineralstoff-Präparate oder Naturheilkunde Mittel mit anzugeben. Denn auch diese Präparate können mit Medikamenten zu Nebenwirkungen führen. Durch die große, unterschiedliche Anzahl von Arzneien könnte das Problem der unerwünschten Nebeneffekte abgemildert werden. (sb, 30.09.2010)