Asthmatiker sollten Jobwahl mit dem Arzt abklären

Fabian Peters

Asthma-Risiko vor der Berufswahl mit dem Arzt besprechen

02.07.2013

Allergikern und Asthmatikern drohen in bestimmten Berufen besondere Risiken, weshalb vor der Jobwahl idealerweise ein Gespräch mit dem Arzt erfolgen sollte. Um eine Verschlechterung bestehenden Asthmas durch die Berufswahl zu vermeiden, rät auch der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) den betroffenen Jugendlichen zu einem intensiven Austausch mit ihrem Arzt, bevor die Entscheidung über die künftige berufliche Tätigkeit getroffen wird.

Einige Berufe, wie beispielsweise das Bäcker- oder Tischlerhandwerk, sind laut Angaben des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte für Asthmatiker besonders ungeeignet. Hier bestehe ein hohes Risiko, dass durch den Beruf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Asthmatiker eintrete, erläuterte Wolfgang Panter vom Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte in einer aktuellen Mitteilung der Nachrichtenagentur „dpa“. Schlimmstenfalls kann die Asthma-Erkrankung ein derart gravierendes Ausmaß annehmen, dass die Betroffenen ihren Beruf nicht länger ausüben können. Jugendliche Asthmatiker sollten dies daher bei ihrer Berufswahl dringend berücksichtigen.

Bäcker und Tischler besonders Asthma-gefährdet
Im Bäckerberuf führt das Mehl, im Tischlerhandwerk das Sägemehl zu erheblichen Reizungen der Atemwege, die insbesondere Asthmatikern massive Schwierigkeiten bereiten können. Das Risiko einer Verschlechterung der Erkrankung durch die Berufswahl sollten Jugendliche daher intensiv mit ihrem Arzt besprechen, bevor sie sich für eine entsprechende Ausbildung entscheiden, rät der VDBW. Auf diese Weise lasse sich abschätzen, ob die angestrebte Tätigkeit mit der Erkrankung vereinbar ist. Allgemein weniger belastend für Asthmatiker seien in in der Regel Bürotätigkeiten und Jobs im pädagogischen oder sozialen Bereich. Wolfgang Panter empfiehlt den jugendlichen Asthmatikern außerdem, vor der Berufswahl ein Praktikum im angestrebten Tätigkeitsbereich zu absolvieren, um die Auswirkungen auf ihre Asthma-Erkrankung besser einschätzen zu können. (fp)

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Bildnachweis: Herbert Käfer / pixelio.de