Bilder im Internet: Foodposts können zu einer gesünderer Ernährung zuträglich sein

Alfred Domke
Fotos von Mahlzeiten im Internet können zu gesunder Ernährung beitragen
Der aktuelle Ernährungsreport zeigt: Deutsche wollen gesund essen. Allerdings fällt es vielen Menschen gar nicht so leicht, sich für gesündere Speisen zu begeistern. Helfen können hier offenbar Foodposts. Denn diese Fotos von Mahlzeiten im Internet können dazu beitragen, dass man sich besser ernährt.

Foodposts tragen zu gesünderer Ernährung bei
Wer kennt das nicht: Der Bauch sagt Gemüse aber der Bauch Junkfood. Zwar nehmen sich viele Menschen immer wieder vor, gesünder zu leben, doch wie lassen sich gefasste Vorsätze umsetzen? Wenn es darum geht, sich besser zu ernähren, können offenbar Fotos von Mahlzeiten im Internet helfen, berichtet die Techniker Krankenkasse (TK) in einer aktuellen Mitteilung.

Immer mehr Menschen in der digitalen Gesellschaft holen sich ihre Motivation aus dem Netz. Fotos von Mahlzeiten im Internet können zu einer gesünderen Ernährung beitragen, berichtet die Techniker Krankenkasse. (Bild: Jacek Chabraszewski/fotolia.com)

Jeder Fünfte hat schon Fotos seiner Mahlzeiten gepostet
„Was treibt den Menschen an? Was bringt uns dazu, gesünder zu leben, uns mehr zu bewegen oder besser zu essen?“, fragt die Krankenkasse und antwortet, dass die Motivation in der digitalen Gesellschaft immer öfter aus dem Netz kommt.

Die Ernährungsstudie „Iss was, Deutschland.“ der TK hat demnach gezeigt, dass jeder fünfte Erwachsene in Deutschland schon mal Fotos seiner Mahlzeiten ins Internet gestellt hat. Weitere 72 Prozent sahen sich die Essens-Bilder anderer Nutzer an.

Laut der Kasse können diese sogenannten Foodposts zu einer gesünderen Ernährung beitragen, denn: Jeder Siebte gab an, sich gesünder zu ernähren, seitdem die Mahlzeiten im Netz geteilt werden.

Und fast ein Fünftel der Befragten, motivierten die Postings anderer Nutzer dazu, sich gesünder zu ernähren. Insbesondere bei Frauen zeigte sich der positive Effekt: Drei von zehn Umfrageteilnehmerinnen spornten die Fotos anderer User an, bei den Männern sagten das nur acht Prozent.

Durch soziale Netzwerke, Fitnesstracker und Co motivieren
„Die Motive, etwas für sich zu tun, können von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein“, sagte Gudrun Ahlers, bei der TK verantwortlich für die Gesundheitsbefragungen.

„Offenbar gibt es aber inzwischen einen relevanten Anteil von Menschen, die sich durch soziale Netzwerke, Fitnesstracker oder Gamification motivieren lassen – wie wir letztes Jahr auch am Beispiel Pokémon Go sehen konnten. Das sind für uns interessante Entwicklungen, die wir auch bei der Konzeption unserer Präventionsangebote berücksichtigen.“

Den Angaben zufolge gaben in der Bewegungsstudie der TK 14 Prozent der Erwachsenen in Deutschland an, beim Sport digitale Trainingsbegleiter zu nutzen. Knapp die Hälfte von ihnen ist der Meinung, dass sie sich dank Pulsuhr, Fitnesstracker und Co mehr bewegen. (ad)