BSE-Fall in Frankreich offiziell bestätigt

In Frankreich wurde bei einer verstorbenen Kuh BSE nachgewiesen. Für Verbraucher besteht laut Angaben der Behörden jedoch keine Gefahr. (Bild: bluedesign/fotolia.com)
Fabian Peters
In Frankreich wurde bei einer verstorbenen Kuh BSE festgestellt
In Frankreich ist ein Fall der bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) – besser bekannt als Rinderwahnsinn – aufgetreten. Eine verstorbene Kuh in den Ardennen habe nachweislich an BSE gelitten, berichtet das französische Landwirtschaftsministerium. Am Mittwoch wurde der Fall auch von dem Referenzlabor der Europäischen Union (EU-RL) bestätigt. Eine Meldung an die Europäische Kommission und die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sei erfolgt, so das Landwirtschaftsministerium weiter. Gefahr für Verbraucher bestehe nicht.

Bei der fünfjährigen Kuh aus einem Bestand in den Ardennen wurde nach dem Tod eine Routineüberprüfung auf BSE durchgeführt, die positiv ausfiel. Am Mittwoch bestätigte das Referenzlabor der EU den Fall. Es ist der dritte BSE-Fall dieser Art seit 2015 in Europa, berichtet das französische Landwirtschaftsministerium. Für Verbraucher habe dieser keine Folgen. Lediglich bei der Verarbeitung bestimmter Teile des Rindfleischs, die ohnehin nicht für den Verzehr gedacht seien, bedürfe es gemäß der europäischen Vorschriften einiger technischer Anpassungen.

In Frankreich wurde bei einer verstorbenen Kuh BSE nachgewiesen. Für Verbraucher besteht laut Angaben der Behörden jedoch keine Gefahr. (Bild: bluedesign/fotolia.com)
In Frankreich wurde bei einer verstorbenen Kuh BSE nachgewiesen. Für Verbraucher besteht laut Angaben der Behörden jedoch keine Gefahr. (Bild: bluedesign/fotolia.com)

Überwachungssysteme funktionieren
Das französische Landwirtschaftsministerium kommt angesichts des aktuellen BSE-Falls zu dem Schluss, dass dieser die Wirksamkeit des Monitoring-Systems in der gesamten Kette der französischen Nahrungsmittelproduktion bestätigt habe. Der Einzelfall sei umgehend identifiziert worden und eine Gefährdung der Verbraucher könne ausgeschlossen werden. Am Freitag sollen die Mitglieder des Nationalen Beirats der Tier- und Pflanzengesundheit die weiteren Maßnahmen erörtern, welche nun erforderlich werden.

Ursachen der Erkrankung unklar
Der französische Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll erklärte, dass auch die Europäische Kommission und die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) nun gemeinsam mit der nationalen Gesundheitsbehörde (ANSES) gefordert seien, um die Ursache dieser BSE-Einzelfälle bei Rindern besser zu verstehen. Zwar sind seit der BSE-Krise in den 1990er Jahren und den anschließenden Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche nur noch vereinzelte Erkrankungen bei Rindern aufgetreten, doch endgültig Überwunden scheint BSE bis heute nicht. Besonders kritisch wird die Tierseuche betrachtet, weil der Verzehr belasteten Rindfleisch beim Menschen die tödliche Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen kann. (fp)

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