Coole Teenager tun sich später schwerer

Heilpraxisnet

Studie: Coole Teenager haben es später oft schwerer

15.06.2014

Diejenigen, die in ihren Teenager-Jahren als „cool“ galten, haben es im späteren Erwachsenenleben oft schwerer. Dies geht aus einer neuen US-amerikanischen Studie hervor. Demnach hatten die Probanden als junge Erwachsene unter anderem mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Alkohol- oder Drogenprobleme.

Heranwachsende verändern sich in der Pubertät
Wenn Heranwachsende in die Pubertät kommen, kommt es nicht nur zu gravierenden Veränderungen im menschlichen Körper, sondern oft auch zu verändertem Sozialverhalten. Beispielsweise wollen viele Jugendliche in ihrem Umfeld „angesagt“ sein und achten daher auf schicke Klamotten oder hippe Musik. Wie eine aktuelle US-amerikanische Studie nun jedoch nahelegt, gehören diejenigen, die als Teenager als „cool“ galten, später nicht unbedingt zu den Gewinnern.

Coole Teens haben später öfter Alkohol- oder Drogenprobleme
Laut der Untersuchung der University of Virginia hatten die ehemals „coolen“ Probanden im Alter von 23 Jahren mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Alkohol- oder Drogenprobleme, waren kriminell und in der Wahrnehmung anderer sozial weniger kompetent. Die Wissenschaftler um Joseph P. Allen und den Psychologen Professor Hugh P. Kelly untersuchten über einen Zeitraum von zehn Jahren 184 Jugendliche ab dem Alter von 13 Jahren. Die Daten erhielten die Forscher sowohl aus Befragungen der Teenager selbst, als auch von deren Freunden und Eltern.

Jugendliche entwickeln ein immer extremeres Verhalten
Als „cool“ wurden diejenigen 13-Jährigen gesehen, die bereits früh eine Beziehung hatten, sich durch kleine kriminelle Handlungen hervortaten oder mit attraktiven Gleichaltrigen rumhingen. Allerdings war von diesem „coolen“ Status mit 23 Jahren nicht mehr viel übrig. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Teenager über die Jahre hinweg ein immer extremeres Verhalten entwickelten, um weiterhin anerkannt zu bleiben. Als Folge davon gerieten sie stärker mit dem Gesetz in Konflikt und konsumierten mehr Alkohol oder Drogen als „uncoole“ Teenager. (ad)

Bild: Jorma Bork / pixelio.de