Diäten-Trends: Low-Carb schneidet besser ab als Low-Fat

Sebastian
Neue Studie: Low-Fat-Abnehmprogramme schlechter als Low-Carb-Diäten
Überflüssige Pfunde abzubauen fällt vielen Menschen sehr schwer. Sport ist zwar wichtig, um Übergewicht loszuwerden, doch wesentlich wichtiger ist eine entsprechende Ernährung. Experten und Laien streiten sich seit langem, welche Diäten besser geeignet und gesünder sind. Einer neuen Untersuchung zufolge bringt eine fettarme Ernährung weniger als eine mit reduzierten Kohlenhydraten.

Weniger Fett oder weniger Kohlenhydrate
Sport allein hilft nicht gegen Übergewicht: Dies berichteten mehrere Ärzte vor wenigen Monaten in einem wissenschaftlichen Fachmagazin. Der Ernährung kommt eine weitaus größere Bedeutung zu, wenn überflüssige Pfunde purzeln sollen. Seit Jahren streiten Laien und Experten, ob es besser ist, beim Abnehmen auf weniger Fett oder weniger Kohlenhydrate zu setzen. In früheren Untersuchungen zeigte sich, dass Low-Carb wirkungsvoller als Low-Fat ist. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine neue Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern.

Unterschiedliche Studien und unterschiedliche Meinungen: Low Carp oder Low Fat? Bild: Gina Sanders - fotolia
Unterschiedliche Studien und unterschiedliche Meinungen: Low Carp oder Low Fat? Bild: Gina Sanders – fotolia

Low Carb schneidet besser ab
Für die aktuelle Untersuchung der Harvard T.H. Chan School of Public Health (Boston) analysierten die Forscher 53 Studien mit insgesamt mehr als 68.000 Teilnehmern, die mindestens ein Jahr lang entweder eine Diät mit reduzierten Kohlenhydraten oder eine Diät mit niedrigem Fettanteil machten. Dabei zeigte sich, dass Low-Fat-Diäten schlechter abschnitten als Low-Carb-Programme. Wie die Autoren der Meta-Analyse im Fachjournal „The Lancet“ berichten, habe die Annahme, „dass man das Fett aus seiner Ernährung streichen muss, um Gewicht zu verlieren“, keinen Bestand.

Diät zeigt erst langfristig anhaltende Erfolge
Doch auch die Erfolge der Low-Carb-Ernährung waren nicht weltbewegend. Den Angaben zufolge nahmen die Studienteilnehmer damit im Schnitt nur 1,1 Kilogramm mehr ab als die Low-Fat-Anhänger. Insgesamt hatten die Probanden nach mindestens einem Jahr nicht einmal vier Kilogramm abgenommen. Laut dem Studienautor Deirdre Tobias gehe es „nicht darum, ob Fette oder Kohlenhydrate für das Abnehmen entscheidend sind. Vielmehr müssen wir Ernährungsmuster überdenken, statt einzelne Nahrungsmittel zu verteufeln.“ Ein anderer Autor, Frank Hu, meinte, der Schlüssel zu einer erfolgreichen Diät liege darin, ihr langfristig treu bleiben zu können. Um festzustellen, welche Strategie die beste sei, um abzunehmen, empfehlen die Forscher weitere Studien. Zwar sind Low-Fat-Diäten offenbar wesentlich weniger wirkungsvoll als in der Vergangenheit angenommen, doch immer noch empfehlenswerter als eine Ernährungsweise ohne jegliche Einschränkungen. (ad)

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