Die Darmflora wieder aufbauen

Heilpraxisnet

So wird das schwache Immunsystem gestärkt

26.08.2014

Jedes Jahr zu Beginn des Herbstes wird die Erkältungssaison angekündigt. Die Empfehlungen zur Stärkung des Immunsystems reichen meist von mehr oder minder drastischen Methoden der Abhärtung bis hin zu enorm hochpreisigen Vitaminpräparaten. Doch statt den Körper eisigen Güssen und Nahrungsergänzungsmitteln auszusetzen, ist es vernünftiger und wesentlich wirkungsvoller, sein Ernährungs- und Bewegungsprofil komplett zu überarbeiten.

„Für den Status der Immunabwehr zwischen schwer erkrankt und hoch belastbar ist der Darm einer der Hauptverantwortlichen. Diesen Zusammenhang erkannte vor über einhundert Jahren der österreichische Naturmediziner F.X. Mayr. Die Internationale Gesellschaft der Mayr Ärzte arbeitet nach seinen Prinzipien, die immer wieder durch moderne Untersuchungsmöglichkeiten ergänzt und aktualisiert wurden“, erläutert Dr. med. Alex Witasek, Präsident der Internationalen Gesellschaft der Mayr-Ärzte.

Das Mikrobiom: Ein bis zwei Kilo fremdes Leben in jedem Menschen
Wichtig ist die Balance des Immunsystems. Sie ist beeinflussbar durch einen gesunden Darm. Hier entstehen weit mehr T-Zellen, die für die Abwehrreaktionen des Körpers verantwortlich sind, als in anderen Lymphknoten. Studien[1] haben gezeigt, dass eine gestörte Artenvielfalt der Darmbakterien für viele Krankheiten wie Morbus Crohn, Allergien, Diabetes oder Übergewicht wichtig ist. Doch bislang ist das Mikrobiom, das aus ein bis zwei Kilo Bakterien besteht, noch nicht entschlüsselt. Es laufen nach wie vor Zählungen zur Anzahl der hier befindlichen Arten. Wir wissen jedoch bereits, dass es sich um 100 Billionen handelt, was bedeutet, dass 90 Prozent der Gene, die sich in unserem Körper befinden nicht menschlich sind sondern von diesen Darmbakterien stammen. Auch das Zusammenspiel innerhalb der Darmflora haben Wissenschaftler noch nicht komplett entschlüsselt. Allerdings sind viele Teilmechanismen mittlerweile gut erforscht. Dr. med. Alex Witasek beklagt, dass Kritiker immer wieder auf den unvollständigen Stand der Forschung verweisen, wenn es um die Diskreditierung von Maßnahmen zur Darmreinigung- und Sanierung geht. Die vorliegenden Studien übersehen sie dabei gern. „Die Menschen in der Eisenzeit kannten auch noch nicht die Strukturformel von Eisen. Trotzdem haben sie brauchbare Werkzeuge hergestellt. Sie haben eben das Wissen eingesetzt, das bereits vorlag.“

Eine Herausforderung: Normalisierung eines ganz individuellen Systems
Die große Frage der modernen Ernährungsmedizin lautet: Wenn bei jedem Menschen die Besiedlung des Darms individuell unterschiedlich ist, wie kann man dann eine „normale“ Darmflora herstellen? Die Mayr-Mediziner haben dazu ein Konzept entwickelt, das eine Vielzahl an Faktoren einbezieht und reguliert. Diese werden immer wieder durch moderne Labortests, naturheilkundliche Verfahren und komplementäre Diagnostik wie die Betrachtung der Bauchformen überprüft (siehe Skizze).

Keine Wundermittel, sondern viele Schritte
Am Anfang der Stärkung des Immunsystems nach F.X. Mayr steht immer die Darmreinigung. Denn Schadstoffe, die nicht erkannte Entzündungen verursachen, müssen erst einmal aus dem Darm entfernt werden. „Oft wird gefragt, ob die Reinigung unumgänglich sei. Dann bitte ich den Patienten sich vorzustellen, dass ein Gärtner seinen Rosenstock mit Blattlausbefall durch intensive Düngung kurieren will. Dieses Bild verstehen die Meisten schneller als die komplexen Vorgänge des Darms“, so Dr. med. Alex Witasek.

Um den Aufbau einer gesunden Darmflora zu unterstützen, werden anschließend die Patienten mit Probiotika, also lebenden Bakterien aus milchsauren Produkten wie Joghurt oder Kefir versorgt. Doch damit nicht genug: Eine Umstellung des Essverhaltens ist an dieser Stelle wichtig. Denn nicht umsonst sprechen Ernährungsmediziner heute oft von einer Kohlenhydratmast – einer überproportionalen Zuführung von Zucker, Getreide, Nudeln und Kartoffeln. Aber auch die Auswahl der Lebensmittel ist von erheblicher Bedeutung für den Erfolg eines nachhaltigen Ernährungsplanes. Vor allem aber werden Patienten geschult, richtig zu essen, also langsam, gut kauend und einspeichelnd, ohne Stress und auf das natürliche Sättigungsgefühl achtend. Sie bekommen eine neue Sensibilität für die richtige Ernährungsweise.

Begleitend dazu wird mithilfe von Laktatmessungen wie bei Spitzensportlern eine individuelle Bewegungstherapie zusammengestellt. Dabei kommt es darauf an, im aeroben Bereich zu bleiben, also einen Sauerstoffmangel in den Muskeln durch zu starke Belastungen zu vermeiden. Wer „außer Puste“ ist, macht etwas falsch. Die Bewegung in dieser Phase dient jedoch nicht nur der gesteigerten Fitness. Auch sie kommt auf direktem Weg dem Immunsystem zugute, denn sie regt die Bildung des Stoffes Interleukin -10[2] an, der sehr potente entzündungshemmende Wirkungen besitzt.

Ein ganz neues Modul der Mayr-Behandlung ist die Hypoxie Therapie zur Korrektur des Zell-Metabolismus. Dabei nutzen die Mayr-Mediziner die Tatsache, dass Zellen, die wie bei einer Bergtour systematisch mit Sauerstoff unterversorgt werden, ihre Mitochondrien (Zellkraftwerke) erneuern können. Bestimmte Fehlfunktionen in der Zellbildung und im Zellstoffwechsel, die beispielsweise bei Diabetes oder starkem Übergewicht vorliegen, können mit der Hypoxie Therapie verbessert und nachhaltig korrigiert werden.

Nie wieder Frieren-und Fasten
Wer also dem jährlichen Reigen aus Abhärtung, Weihnachtsvöllerei und Abspeckkur entgehen möchte um sein Immunsystem nachhaltig zu stärken, ist mit einer Mayr-Therapie gut beraten. Wer sich genauer über Inhalt und Möglichkeiten der Medizin informieren möchte, findet weitere Materialien sowie Kontaktdaten von F.X.Mayr-Ärzten bei der Internationalen Gesellschaft der Mayr-Ärzte.

Nahrungsmittelgifte meiden – Bioprodukte nutzen!
Beispiel 1: Der Wirkstoff Glyphosat wird durch den weltweiten Einsatz bestimmter Herbizide in Soja, Mais, Baumwolle nachgewiesen und reduziert sowohl den Mineraliengehalt der Produklte als auch den körpereigenen Minealienhaushalt

Beispiel 2: Adenosintriphosphat-Amylase findet sich als Insektizid in Industriegetreide und zerstört das körpereigene Energiemolekül Adenosintriphosphat

– Zu viel Rohkost meiden! Der intensive Verzehr von Rohkost fördert die Produktion von Gasen und bringt so das Gleichgewicht im Darm durcheinander

– Zucker meiden! Verhindert den Vorgang der Glykoxidation, die aus funktionstüchtigen Proteinen Eiweiß-Müll macht

– Tee trinken! Kräutertees, die gezielt ausgewählt werden, haben ein großes Wirkstoffspektrum und sind
eine optimale Alternative zu den häufig gesüßten Wellness-Produkten.

Die Darmflora aufbauen
Reinigung: Zur Entfernung von Schadkeimen werden Bittersalz (das auch erwünschte Keime fördert)
oder Huminsäuren eingesetzt.

Aufbau: Probiotika fördern eine breitbandige Neubesiedlung der Darmflora. Dieses Prinzip wurde bereits 1908 von dem Medizinnobelpreisträger Ilja Iljitsch Metschnikow erkannt. Seine Studien wurden bis heute immer wieder belegt und verfeinert. Sie führten von der Entwicklung spezieller Joghurtdrinks bis hin zur Erforschung von „Functional Food“. (pM)

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