Die richtigen Schuhe zum Laufen

Astrid Goldmayer

Läufer sollten zwei Paar Schuhe zum Wechseln haben

12.07.2013

Sportler sollten beim Kauf von Schuhwerk darauf achten, dass der Schuh dem Fuß Stabilität verleiht und ihn nicht beschwert, erläutert Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“.

Schuhe sollten eine biegsame Sohle haben
Der Experte rät zudem zu einer biegsamen Sohle, die vor allem im Bereich des Vorderfußes nachgeben sollte. Eine Dämpfung des Schuhs sei ebenfalls wichtig, jedoch dürfe diese nicht so stark sein, dass sie das natürliche Bewegungsverhalten des Läufers beeinflusse. Bei einigen Menschen sei auch – abhängig vom Lauftyp – eine Pronationsstütze sinnvoll.

Wer mehrmals pro Woche trainiert, sollte mindestens zwei Paar Laufschuhe zum Wechseln besitzen, erläutert Froböse. Denn der Schuh benötige wie der Mensch eine Regenerationszeit von mindestens 48 Stunden. Beim spürbaren Nachlassen der Laufqualität des Schuhs solle ein neues Paar angeschafft werden. „Das merkt man oft erst, wenn man einen neuen Schuh am Fuß trägt“, berichtet Froböse gegenüber der Nachrichtenagentur. Abhängig vom Gewicht des Läufers sei spätestens nach 500 bis 800 Kilometern Zeit für ein neues Paar Laufschuhe. Wichtig sei dabei, den neuen Schuh am Abend zu kaufen, da sich der Fuß beim Joggen aber auch im laufe des Tages ausbreitet.

Beim Laufen auf angemessene Belastung achten
Laufen ist gesund – jedoch nur wenn die eigenen körperlichen Grenzen beachtet werden. Bereits 2011 zeigte eine Studie im Auftrag der Krankenkasse AOK, dass zu große körperliche Anstrengung beim Laufen die vermeintlichen Vorteile der körperlichen Aktivität zu Nichte machen kann.

Einerseits kann falsches Schuhwerk zu Gelenkschäden führen. Andererseits werden mittlerweile auch andere mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch das Laufen diskutiert. Durch regelmäßige Überforderung können schwere dauerhafte Erschöpfungszustände, Müdigkeit und Abgeschlagenheit ausgelöst werden. In der Folge treten muskuläre Probleme und Herz-Kreislauf-Probleme auf. Läufer sollten deshalb stets im Rahmen ihrer körperlichen Grenzen trainieren. Wer Probleme während oder nach dem Laufen hat, sollte sich in jedem Fall ärztlich untersuchen lassen. Häufig verschwinden die Beschwerden bereits durch eine Änderung des Trainingsplans. (ag)

Advertising

Bild: Rike / pixelio.de