Dominikanische: Ausbreitung von Chikungunya-Fieber

Heilpraxisnet

Epidemie in der der Karibik: Chikungunya-Virus hat Dominikanischen Republik erreicht

11.12.2014

Immer mehr Menschen erkranken in der Karibik am Chikungunya-Fieber. Nachdem sich das Virus zunächst auf der Karibikinsel St. Martin verbreitete, erreichte weite Teile der Karibik und jüngst auch die Dominikanische Republik. Sechs Menschen sollen in dem beliebten Urlaubsziel bereits an den Folgen der Infektionskrankheit gestorben sein, wie das Centrum für Reisemedizin (CRM) informiert.

Chikungunya-Virus wurde auch nach Deutschland eingeschleppt
Seit Ausbruch der Epidemie vor etwa einem Jahr hat das Chikungunya-Virus alle Karibikinseln befallen. Zudem wurden Fälle im US-Bundesstaat Florida sowie in allen Staaten Zentral- und Südamerikas an der Karibikküste registriert. Wie das französische Gesundheitsinstitut InVS informiert, starben auf Martinique, St. Martin und Guadeloupe bisher insgesamt 138 Menschen an den Folgen des Chikungunya-Fiebers.

In der Dominikanischen Republik wurden bis Anfang November offiziell 524.300 Verdachtsfälle gemeldet. „84 Infektionen wurden labortechnisch bestätigt, sechs Menschen sind verstorben. Die Krankheit wurde bisher in 19 der 32 Provinzen beobachtet“, teilt das CRM mit. „Im Februar wurden die ersten Fälle aus der Provinz San Cristobal berichtet.“

Urlauber haben das Chikungunya-Virus im vergangenen Jahr auch nach Deutschland eingeschleppt. Bis Mai 2014 registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) hierzulande 18 Fälle.

Bislang keine ursächliche Therapie des Chikungunya-Fiebers möglich
Das Chikungunya-Virus wird von tagaktiven Stechmücken der Gattung Aedes
übertragen. Bei Menschen mit einem gesunden Immunsystem verläuft die Erkrankung meist ohne Komplikationen. Gefährlich ist das Virus jedoch für Babys, ältere Menschen und Kranke.

Zu den Symptomen des Chikungunya-Fiebers zählen plötzlich auftretende starke Gelenkschmerzen an Händen und Füßen sowie hohes Fieber und Hautausschlag. Häufig leiden die Betroffenen zudem an Übelkeit und Erbrechen. Manchmal treten zudem Blutergüsse in der Haut auf, die jedoch harmlos sind. Die Akutphase der Infektion dauert etwa sieben bis zehn Tage, wie das Auswärtige Amt in einem Informationsblatt zum Chikungunya-Fieber mitteilt. Bislang gibt es keine ursächliche Therapie gegen das Virus, ebenso wenig ist ein Impfstoff verfügbar. Medikamente können lediglich die Symptome lindern. Menschen, die in die betroffenen Gebiete reisen, sollten sich dringend vor Mückenstichen schützen. (ag)

Bild: Sebastian Karkus / pixelio.de