Farbstoff in Coca-Cola & Pepsi unter Krebsverdacht

Sebastian

Farbstoff in Coca-Cola unter Krebsverdacht: Farbstoffhersteller senkt Anteil von 4-MEI

12.03.2012

Ein Bestandteil des Farbstoffs des Cola-Getränks von Coca Cola steht unter dem Verdacht, möglicherweise Krebserregend zu sein. Aufgrund des enthaltenen verdächtigen Stoffes hat der Konzern den Farbstoffproduzenten „gebeten“, die Herstellung dementsprechend anzupassen, damit der Gehalt des Stoffes sinkt. Ansonsten hätte der Getränkemulti in Kalifornien Warnhinweise anbringen müssen.

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Seit einiger Zeit ist der Farbstoffbestandteil 4-MEI in der Kritik. Die kalifornische Gesundheitsbehörde „OEHHA“ hatte in einem Test mit Labor-Mäusen herausgefunden, dass bei Gabe des Stoffes ein erhöhtes Auftreten von Lungenkrebs zu beobachten sei. Der Konzern teilt die Ansicht allerdings nicht. Es gebe laut Coca-Cola keine Studien, die tatsächlich belegen, „dass Krebs in Menschen hervorgerufen wird“. Zudem müsse ein Konsument jeden Tag über 70 Jahre lang rund 2900 Dosen Cola trinken, um die Dosis zu erreichen, die den Mäusen verabreicht wurde. Die Substanz 4-MEI ist in dem farbgebenden Karamell des Softdrinks enthalten. Die Gesundheit sei nicht gefährdet und am Geschmack ändere sich auch nichts, so die versichernde Mitteilung des Konzerns.

Dennoch wollen Coca-Cola und der Rivale Pepsi die Herstellung der Getränke anpassen. „Wir haben unsere Karamellhersteller darum gebeten, dass sie den Produktionsprozess ändern, um den Gehalt an 4-MEI zu senken“, erklärte eine Sprecherin des Getränkekonzerns am Freitag. Im Grundsatz werde sich aber die berühmte Rezeptur der Coca-Cola-Getränke nicht ändern, fügte sie hinzu.

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat neuerlich seine Gesetze geändert. Würden beide Konzerne den 4-MEI Gehalt nicht senken, müssten Warnhinweise auf den Flaschen oder Dosen angebracht werden. Das wollen anscheinend beide Getränkekonzerne verhindern, da dadurch das Image der Produkte leiden könne. Kalifornien gehört zudem zu den Bundesstaaten mit den meisten Einwohnern. Nach unbestätigten Angaben und Recherchen des englischen Magazins „Telegraph“ soll das Rezept in Europa oder in anderen Weltstaaten nicht verändert werden. (sb)