Etwa jeder zweite Mann trinkt Feierabendbier

Heilpraxisnet

Fast jeder zweite Mann trinkt Feierabendbier

25.10.2014

Einer Umfrage zufolge trinkt fast jeder zweite Mann Bier oder Wein zum Feierabend. Mehr als jede fünfte Frau lässt den Arbeitstag mit Alkohol ausklingen. Wenn Beschäftigte bereits während der Arbeit an ihr Feierabendbier denken, könnte dies ein Hinweis auf eine sich anbahnende Sucht sein.

Mehr Männer als Frauen trinken Feierabendbier
Laut einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK genehmigen sich fast die Hälfte (49,6 Prozent) der Männer in Deutschland regelmäßig ein Bier oder ein Glas Wein zum Feierabend. Bei den Frauen ist der Anteil wesentlich geringer: Von ihnen lässt etwa jede Fünfte (22,6 Prozent) den Arbeitstag mit einem alkoholischen Getränk ausklingen. Für die Umfrage wurden im Auftrag der Zeitschrift „Apotheken Umschau“ 1986 Personen befragt, wie verschiedene Medien berichten.

Regelmäßiger Alkoholkonsum birgt Suchtgefahr
Wenn für Beschäftigte das Feierabendbier aber Routine wird, beziehungsweise sie bereits während der Arbeit an ihre spätere „alkoholische Belohnung“ denken, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass der Alkoholkonsum einen extrem hohen Stellenwert im Leben einnimmt und sich eine Abhängigkeit anbahnt. Wenn pro Woche drei bis viermal ein kleines Glas Wein am Abend getrunken wird, sei dies noch in Ordnung, wie Anette Wahl-Wachendorf vom Verband der Betriebs- und Werksärzte Ende vergangenen Jahres gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Krankheitsrisiken durch dauerhaften Alkoholkonsum
Weltweit ist Europa die Region mit dem höchsten Alkoholkonsum. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) schätzt, dass 9,5 Millionen Menschen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren Alkoholprobleme haben, also Alkohol in gesundheitlich bedenklichen Mengen trinken. Rund1,3 Millionen von ihnen gelten demnach als alkoholabhängig. Durch dauerhaften Alkoholkonsum wird das Risiko für zahlreiche Krankheiten erhöht, etwa für Leberzirrhose, Fettleber, Schädigungen des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen wie beispielsweise Leberkrebs oder Speiseröhrenkrebs. (ad)

Bild: Marika / pixelio.de