Forscher: Kurzes Atemtraining bei Asthma lindert Beschwerden

Sebastian
Atemtraining bei Asthma kann Beschwerden lindern
Atemübungen spielen zunehmend eine wichtige Rolle in Leitlinien, wenn es um die begleitende Therapie von Asthma-Patienten geht. Atemübungen helfen die Häufigkeit von krankheitsspezifischen Symptomen zu reduzieren. Um die Compliance der Patienten zu erhöhen, konzipierten Wissenschaftler ein einfaches Atemtraining, das ohne hohen Zeitaufwand in der alltäglichen Routine durchgeführt werden kann.

Die einzelnen Module des Trainingsmodells bestehen aus Atemübungen wie Viloma Pranayama, einer Wechselatmungstechnik aus dem Yoga, Übungen mit der Konzentration auf die Zwerchfellatmung sowie Atemübungen mit Lippenbremse (Ausatmung gegen geschlossene Lippen).

(Bild: zlikovec/fotolia.com)

Die Wissenschaftler untersuchten die Effizienz, Akzeptanz, Alltagstauglichkeit sowie Komplexität der Durchführung dieses Atemtrainings bei 74 Patienten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren mit anhaltendem Asthma bronchiale. Alle Studienteilnehmer erhielten zu Studienbeginn eine Einführung in die drei Atemübungen sowie ein Broschüre, mit der sie die Übungen eigenständig zu Hause durchführen konnten. Einen Monat lang sollten die Probanden das Atemtraining zwei Mal täglich mit jeweils fünf Wiederholungen der einzelnen Atemübungen absolvieren. Dabei sollten sie die Einnahme ihrer Asthmamedikation beibehalten.

Die Ergebnisse von 68 Patienten konnten am Schluß ausgewertet werden. Es zeigte sich, dass 64% der Teilnehmer das Atemtraining drei oder mehr Mal pro Woche durchführte. 80% der Probanden haben weniger als zehn Minuten pro Tag für die Übungen aufgewendet. Die Teilnehmer bewerteten die Komplexität der einzelnen Übungen mithilfe einer Skala von 1 (sehr einfach) bis 5 (sehr schwierig). Als Einfach in der Durchführung bewerteten 42,6 % das Viloma Pranayama, 45,5 % die Zwerchfellatmung sowie 54,5 % die Atemübungen mit Lippenbremse. Die Probanden fiel es auch leichter, tiefe Atemzüge zu nehmen.Zudem habe sich ihre Lungenkapazität sowie der Luftfluss beim Atmen verbessert. Damit einher ging auch eine verbesserte Lebensqualität. 66,1% der Teilnehmer berichteten von einem verminderten Gebrauch ihrer Notfall-Inhalatoren während der Therapiephase.

Im Vergleich zum Studienbeginn resultierten die Testergebnisse mittels ACT-Score (Asthma Control Test) in einer signifikanten Verbesserung der abgefragten Symptome. Quelle: Carstens-Stiftung